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DETOX DIARY | Mein Weg von der Zuckersucht zu mehr Klarheit

Ich war immer schon der Typ Schokokuchen: Seit Kindheit an, schaffe ich es selten bis nie, an Süßspeisen, Kuchen & Co vorbei zu gehen. Zucker hat viele negative Seiten, das ist mir bewußt, aber wie es nun mal ist….. mir fällt es sehr, sehr schwer, darauf zu verzichten. Nach vielen Monaten intensiver Arbeit rund um das Buch und anderen fordernden Projekten, die 2019 stattgefunden haben, war es dann im Oktober endgültig zu viel. Jede Hose hat gezwickt, Haut und Haare waren aus dem Gleichgewicht, kurz gesagt: Ich wollte dringend was ändern. Ich hatte Detox dringend nötig.

Eine liebe Freundin hat mir dann von einer „Detox-Kur“ erzählt, ein 6-Wochen-Programm, das es schaffen soll, den Stoffwechsel zu „reseten“ und so zu mehr Wohlbefinden und weniger Gewicht zu führen. Ich habe mich ein bisschen eingelesen und informiert und habe dann beschlossen, diese Kur nach Plan mitzumachen.

6 Wochen ohne Zucker – Detox nach Plan

Der Verzicht auf Zucker war für mich definitiv der wichtigste Aspekt und mit Sicherheit auch der Schwerste. Hinzu kommt, dass während der gesamten auch keine Kohlenhydrate (Brot, Gebäck, Reis, Kartoffeln, Nudeln), sowie Obst und Gemüse, die zu viel Kohlenhydrate enthalten, erlaubt sind. Anders gesprochen: Es gibt eine Liste mit erlauben Lebensmitteln, alles andere ist tabu.

Damit so die Nährstoffversorgung gewährleistet ist, gibt es einige Nahrungsergänzungsmittel und Shakes, die notwendige Mengen an Mikronährstoffen, Ballaststoffen und ein berechnetes Maß an Kohlenhydraten bereitstellen.

Woche 1

Die ersten 3 Tagen waren nicht lustig: Zuckerentzug macht (bei mir) Kopfschmerzen, Müdigkeit und ein Gefühl der Schwere und Antriebslosigkeit. Ich habe die Kur am Wochenende gestartet und das war gut. Ruhepausen und kurze Einheiten auf dem Sofa taten echt gut. Ab Tag 4 wars dann richtig gut: die Schmerzen waren weg und die Energie kam zurück. Am 5. Tag hatte ich 2,5kg weniger als zu Beginn, was der Motivation sehr zuträglich war.

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Woche 2

Langsam hieß es kreativ werden, denn die erstbesten Rezepte mit den zur Verfügung stehenden Lebensmitteln wurden langweilig. Ich habe begonnen, für mich neue Lebensmittel zu probieren und auf diesem Weg die Liebe zu Kräutersaitlingen entdeckt! Der geschmackvolle Pilz macht viele Gerichte spannender. Ich habe die Pilze gern mit Hühnerfleisch, magerem Fisch und frischem Blattsalat kombiniert.

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Hühnerfleisch mit Paprika, Zucchini in Zitronensaft gebraten. Mit Magerjoghurt-Dip.

Woche 3

In der Mitte der Kur habe ich 3 Tage im wunderschönen und entspannenden Ambiente des Kurhauses Marienkron verbracht: Hier wird grundsätzlich hochwertig und regional gekocht. Ich konnte in Absprache mit der Kurärztin und dem Koch viele Gerichte finden, die dem Diätplan mehr oder weniger entsprachen und mir so meine Mahlzeiten gut zusammenstellen.

Ich fand diese Auszeit perfekt, denn 3 Tage nicht selber zu kochen ist immer eine Erleichterung – wenn man dabei auch noch Meditationen, QiGong, Massagen, Sauna-Gänge und Kneipp-Güsse machen kann, ist es perfekt. Die Entgiftung war ja bereits in vollem Gang, was sich in erster Linie an der Haut erkennen ließ. Die erste, ganz strenge Phase der Detox-Kur war nach der 3. Woche abgeschlossen. Ab nun begann die „Erhaltungsphase“ – und damit weitere 3 Wochen mit leicht geändertem Lebensmittelplan. Am Ende von Woche 3 hatte ich 4kg weniger als zu Beginn.

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Zucchini, Pilze und Paprika in Tomatensauce mit Spiegelei.

Woche 4-6

Etwas Fett wertet den Speiseplan in der „Erhaltungsphase“ leicht auf: Fleisch, Fisch und Gemüse dürfen in etwas Öl angebraten werden. Damit wurde auch das Essen im Restaurant einfacher, „natur gebratenes“ Fleisch oder Fisch mit Salat ist nahezu überall zu bekommen.

Am Ende von Woche 6 waren es dann in Summe 6kg und einige Centimeter an Umfang, die ich verloren habe – das ist ein tolles Ergebnis, zumal ich echt an den „richtigen“ Stellen abgenommen habe und mich über meine neue, wieder gewonnene Taille sehr freue! Die Haut hat sich gut reguliert und ist nun klar und strahlend. Mir reicht das für mich normale Schlafpensum und ich fühle mich fit und gesund. Sogar vom üblichen Winter-Virus-Schnupfen blieb ich weitgehend verschont.

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Hühnchenbrust mit Stangensellerie, Tomaten und magerem Feta auf Asia-Blattsalat mit Zitronen-Dressing. (Erhaltungsphase)

Detox für mehr KLARHEIT

Mindestens genau so wichtig, ist für mich der mentale Effekt: Ich spüre Klarheit, die ich so noch nicht kenne. Ich denke klarer und strukturierter, kann effektiv und strukturiert arbeiten, ich bin leistungsfähig und der Alltag stresst mich nicht. Die erlangte Klarheit macht sich auch in der Kommunikation bemerkbar und die Reaktionen geben mir recht.

Selfcare, Selbstliebe und Achtsamkeit sind für mich untrennbar mit der Detox-Kur verbunden. Es ist nicht der Verzicht, der im Vordergrund steht – viel mehr das gute Gefühl, seinem Körper zu vertrauen und darauf zu hören, was wirklich an Nährstoffen gebraucht wird. Nach den oben beschriebenen ersten Tagen des „Entzugs“ gelingt das immer besser. Habe ich wirklich Hunger oder ist es nur Gewohnheit, die mich zum Essen greifen lässt? Brauche ich tatsächlich nach dem Essen noch einen Nachtisch? Geht es nicht auch ohne Snack am Nachmittag? Sobald diese Fragen ganz still und ehrlich beantwortet werden, einfach weil sie auftauchen, ist es Aufmerksamkeit für sich selber, die wir uns schenken.

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„Ist denn das nicht extrem schwer?“

Das war die wohl am meisten gestellte Frage… Ich hatte während der gesamten 6 Wochen nie wirklich über die Maßen ein Hungergefühl oder den Eindruck, auf etwas verzichten zu müssen. Es ist eine Sache des Mindsets und darüber darf man zu Beginn selbst entscheiden:

The Body achieves,

what the mind believes.

Ich habe es nicht als Verzicht empfunden, sondern zunehmend als Freiheitsgewinn:

Ich muss nicht alles essen, was angeboten wird oder am Tisch steht.

Es geht definitiv sehr gut ohne Zucker & Co.

>>> Wer nun angefacht ist, kann sich an Bianca Kübler (Instagram: @kurvenundkanten) wenden und sich ebenfalls durch diese Kur begleiten lassen! – Codewort: „diekleinebotin“

Fazit: Ich würde es immer wieder machen und bin mir sicher, die Low-Carb-Gewohnheit noch weiter beizubehalten. Leider ist die Kur an sehr hohen Fleischkonsum, bzw. an tierische Eiweißquellen gebunden, da ich Tofu nicht gut vertrage. Gegen Ende der Kur habe ich dann auf Produkte aus Erbsenprotein zurückgegriffen.

Titelbild: Karfiol-Pizza mit Pilzen, Paprika und Kräutern

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