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Strom sparen? So geht‘s – 32 einfache Tipps für den Alltag

wie Klimabonus sinnvoll nutzen

Steigende Strompreise haben unser Geldbörserl in den letzten Monaten empfindlich belastet. Diese Stromspartipps schaffen Abhilfe! Wir zeigen, wie man im Alltag, ganz ohne großen Aufwand, Strom sparen kann und gleichzeitig etwas Gutes für unser Klima tut.

Ein Leben ohne ihn ist nicht mehr denkbar: Der Strom. Wer schon mal einen längeren Stromausfall miterlebt hat, stellt fest, was dann plötzlich alles nicht mehr geht: Kochen, Waschen, Fernsehen, Internet surfen übers WLAN. Und spätestens wenn der Handy-Akku dann auch noch leer ist, steht fest: Nichts geht mehr! Gerade weil der Strom für uns so wichtig ist, haben die Strompreiserhöhungen in den letzten Monaten vielen Sorgen bereitet. Kein Wunder: Die Preise sind im letzten Jahr extrem gestiegen: Laut österreichischem Strompreisindex ist von Jänner 2022 auf Jänner 2023 ein Anstieg von über 300 Prozent zu verzeichnen.

Die Energiepreise werden auf internationalen Märkten festgelegt und von globalen Ereignissen wie zum Beispiel dem Ukraine-Krieg beeinflusst. Da kann man als normaler Verbraucher wenig machen möchte man meinen – aber dem ist zum Glück nicht so! Schon mit kleinen Veränderungen im Alltag können wir kräftig Strom sparen und so verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen. Wir tun damit nicht nur unserem Börserl einen Gefallen, sondern gleichzeitig auch dem Klima! Im Schnitt braucht ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich laut Statistik Austria rund 4.450 Kilowattstunden, wie sich dieser Energieverbrauch zusammensetzt, zeigt folgende Grafik:

energieverbrauch im privaten haushalt 2

Bevor wir uns die Stromspartipps nach einzelnen Bereichen genauer anschauen, noch ein Tipp vorab: Bei allen Haushaltsgeräten gilt: Auf das Label achten! Gemeint ist nicht Marke oder Hersteller, sondern das EU-Label, welches Auskunft über die Energieeffizienzklasse gibt. Idealerweise sollten alle Haushaltsgeräte der besten Effizienzklasse A angehören! Achtung: Seit März 2021 gelten die Klassen A  (beste) bis G (schlechteste). Die Klassifizierungen mit den Pluszeichen  A+, A++ und A+++ entfallen. Tipps zu besonders energieeffizienten Geräten finden sich auf der Seite Toppprodukte.at, eine Webseite der Klimaschutzinitiative „klimaaktiv“ des österreichischen Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. 

Jetzt wird es konkret – in folgenden Bereichen kann in jedem Haushalt einfach und effektiv Strom gespart werden:

  • Heizung
  • Bad
  • Küche
  • Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer

Strom sparen beim Heizen – Großer Verbrauch & großes Potenzial

Ein angenehmes Raumklima ist ohne Zweifel eine feine Sache – wer mag schon gerne in den eigenen vier Wänden frieren? Da das Heizen den größten Anteil unseres Energieverbrauchs im Haushalt ausmacht (siehe Grafik oben), liegt hier aber auch großes Potenzial zum Sparen. Mit diesen Tipps klappt es:

nachhaltigkeit im badezimmer 11
Beim Heizen lässt sich mit wenig Aufwand Strom sparen
  • Weniger ist mehr: Wird die Heiztemperatur über die gesamte Heizperiode um 2 Grad gesenkt kann das die Heizkostenrechnung um bis zu 12 Prozent pro Jahr reduzieren.
  • Heizkörper regelmäßig entlüften: Ist Luft im Heizkörper kann das Heizwasser nicht richtig zirkulieren und die Wärmeabgabe wird gesenkt.
  • Stoßlüften statt kippen: Drei mal täglich Fenster auf und für wenige Minuten kräftig durchlüften ist viel effizienter als Fenster zu kippen. So kühlen die Wände nicht aus und Energie wird gespart!
  • Tür zu: Gibt es in der Wohnung oder im Haus Räume, die nicht oder nur wenig beheizt werden? Dann sollten die Türen dieser Räume unbedingt zu bleiben. So bleibt die wertvolle Wärme dort, wo wir sie haben wollen.
  • Gutes Raumklima: Feuchte Luft lässt einen Raum wärmer wirken. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 30 und 55 Prozent. Pflanzen helfen dabei, diesen Wert zu erreichen.
  • Dicht machen: Gerade in älteren Gebäuden sind Fenster oft undicht. Dichtungsbänder an Fenstern und Türen helfen dabei, die Wärme im Raum zu behalten.
  • Freiheit: Weil Wärme vor allem durch Luftzirkulation im Raum verteilt wird, sollten Heizkörper möglichst nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden. 

Bad – Frische gemacht und Energie gespart

Sauberkeit hat ihren Preis – im Bad fallen hohe Energiekosten an. Im Umkehrschluss heißt das aber auch wieder, das hier gut eingespart werden kann:

Körperpflege:

  • Duschen statt Baden: Ein Vollbad hie und da ist zwar schön, aber wer sich für die Dusche entscheidet, kann mindestens 50 Prozent Energie einsparen. Beim Duschen werden nämlich durchschnittlich 36 Liter Wasser verbraucht, beim Baden sind es zwischen 75 und 150 Liter.
  • Mach’s kurz! Je kürzer die Dusche, desto größer die Ersparnis. Im Durschnitt duschen Österreicher:innen knapp fünf Minuten. Ein Timer kann dabei helfen, die Zeit im Auge zu behalten.
  • Erfrischend: Heißes Wasser verbraucht nicht nur mehr Energie, sondern ist auch nicht gut für die Haut – niedrigere Temperaturen beim Duschen sind also doppelt vorteilhaft. Fürs Zähneputzen, Händewaschen und Co. Sollte man auf jeden Fall kaltes Wasser verwenden.

Waschmaschine und Trockner:

  • Ganz schön cool: Ein Waschgang mit 30 Grad verbraucht viel weniger Energie als höhere Waschtemperaturen. Bei leicht verschmutzter Buntwäsche reichen 30 Grad meistens aus.
  • Eco-Programm: Energiesparprogramme dauern zwar meist länger, verbrauchen aber weniger Wasser und Energie.
  • Voll machen: Sowohl für Waschmaschine als auch für den Trockner gilt: Die Füllmenge des Gerätes soll ausgenutzt werden. Denn halbe Füllmenge bedeutet nicht die Hälfte an Energie- und Wasserverbrauch.
  • An der Luft: Wann immer es der Platz und das Wetter erlaubt sollte man Wäsche bevorzugt an der Luft und nicht im Wäschetrockner trocknen.
  • Schleudergang: Je stärker die Wäsche geschleudert wird, desto schneller trocknet sie.

Küche – Rezepte fürs Stromsparen

In der Küche gibt es viel Potenzial zum Sparen. Die größten Energiefresser dort sind ohne Zweifel Kühlschrank und Tiefkühler. Aber auch der Geschirrspüler, E-Herd und Backofen schlagen mit einem ordentlichen Stromverbrauch zu Buche.

Strom sparen - vor allem in der Küche

E-Herd und Backofen:

  • Für jeden Topf seinen Deckel – Pfannen und Töpfe sollten hochwertig sein, einen ebenen Boden haben und gekocht wird am besten immer mit geschlossenem Deckel – so geht keine Energie verloren. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass die Größe des Topfes zur Herdplatte passt!
  • Restwärme des Backofens nutzen: Der Backofen bleibt auch nach dem Ausschalten noch eine Weile heiß. Diese Zeit kann man für das Fertiggaren von Speisen nutzen und so etwas Energie einsparen.
  • Wasserkocher statt Herd: Nudelwasser wird am besten im Wasserkocher erhitzt und dann in den Topf gegeben. Das spart Geld und Zeit!
  • Umluft statt Ober- und Unterhitze: Dank Umluftfunktion kann die Backtemperatur um 20 bis 30 Grad niedriger eingestellt werden, das spart 15 bis 20 Prozent Energie.

Kühlschrank & Tiefkühler

Diese Geräte sind durchgehend im Einsatz, deshalb brauchen sie besonders viel Energie. Um hier Strom zu sparen, sollte man folgendes beachten:

  • Tür nur kurz öffnen! Man sollte sich immer zuerst überlegen, was man aus Kühlschrank oder Tiefkühler rausholen will. So ist die Tür nur kurz geöffnet und es entweicht möglichst wenig Kälte.
  • Schluss mit Eiszeit: regelmäßiges Abtauen kann Kosten senken.
  • Die richtige Temperatur: Der Tiefkühler sollte bei maximal -18 Grad eingestellt sein, beim Kühlschrank reichen 7 Grad aus, um die Lebensmittel frisch zu halten.
  • Türdichtungen kontrollieren: Sind Dichtungen nicht richtig angebracht oder beschädigt geht wertvolle Energie verloren.

Geschirrspüler

  • Gut gefüllt: Der Geschirrspüler sollte gut gefüllt sein, bevor er eingeschaltet wird.
  • Eco-Programm: Das Sparprogramm reicht für die meisten Verschmutzungen vollkommen aus. Das gilt besonders, wenn Geschirr und Besteck gleich nach Gebrauch kurz mit kaltem(!) Wasser abgespült werden. Da Eco-Programm spart zudem nicht nur Strom sondern auch Wasser.
  • Achtung: Spülen von Hand bringt keine Energieersparnis, ganz im Gegenteil: Dabei wird rund ein Viertel mehr Energie verbraucht und mindestens vier Mal so viel Wasser als beim Einsatz des Geschirrspülers.

Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer – Schluss mit Stand-By

Fernsehen, Internet surfen oder arbeiten im Homeoffice – Unterhaltungselektronik, Beleuchtung und Arbeitsgeräte wie Laptop, Monitor, Drucker etc. verbrauchen ordentlich Strom. Hier helfen oft schon kleine Änderungen, um nachhaltig zu sparen:

  • Kein Stand-by: Viele Geräte verbrauchen Strom, auch wenn sie gar nicht eingeschaltet sind – Grund dafür ist der Stand-By Modus. In vielen Hauhalten laufen 10 bis 20 Geräte dauerhaft in diesem Modus und verbrauchen so unnötig Energie. Werden Fernseher, Router, Drucker etc. konsequent vom Stromnetz getrennt, kann man pro Jahr bis zu 100 Euro einsparen. Am besten helfen dabei Steckerleisten mit Kippschalter zum Ein- und Ausschalten.
  • Stecker ziehen: Ähnlich wie Geräte im Stand-By Modus brauchen auch eingesteckte Ladekabel Strom – auch dann, wenn Laptop, Smartphone oder Smart-Watch gerade nicht laden. Deshalb gilt: Wer aussteckt, spart!
  • Helles Köpfchen: Wer schlau ist, setzt in Sachen Beleuchtung auf LED-Lampen. Diese sind nicht nur sparsamer im Verbrauch als Energiesparlampen, sondern noch dazu auch langlebiger.

Weitere Tipps

  • Energieverbrauch kontrollieren: Wer weiß, wie viel er verbraucht, kann am besten Einsparen. Deshalb ist es ratsam, den Stromverbrauch regelmäßig abzulesen. Stromverbrauch-Messgeräte helfen dabei, Stromfresser aufzuspüren. Solche Messgeräte können meist beim Energieversorger ausgeliehen werden.
  • Smart, smarter, Smart Meter: Die intelligenten Stromzähler liefern Echtzeitdaten, die sich oft auch über eigene Apps am Smartphone auslesen lassen. So kann man genau nachverfolgen, wann wie viel Strom verbraucht wird und wo Einsparungspotenzial liegt.
  • Sparefroh: Nicht nur in Sachen Strom kann man im Alltag sparen, noch mehr Tipps und ein praktischer 6-Monats-Plan sind hier zu finden.

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