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Pikler SpielRaum – nicht mehr als spielen

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Zuletzt aktualisiert am 7. August 2017 um 22:34

„Geniessen des Kindes“ im Pikler SpielRaum

Anna Tardos, die Tochter von Emmi Pikler spricht vom „Geniessen des Kindes“ – das könnte im Vordergrund stehen, wenn sich allwöchentlich eine Gruppe von Eltern mit Babys / Kleinkindern zum Pikler SpielRaum trifft: ein vorbereiteter Raum mit besonderen Materialien und Spielmöglichkeiten ausgestattet, am Rand mit Kissen für die Eltern. Ihre Rolle hier ist es lediglich zu beobachten und da zu sein, wenn das Kind sie braucht. Die Kinder spielen allein, ohne Anleitung, ohne „Leistungsdruck“ – oder eben auch nicht. Einge beobachten lieber bevor sie sich beteiligen. Die Eltern sehen, wie sich ihre Kinder bewegen und Freude am freien Spiel entwickeln.

Bewegungs- und Spielentwicklung, der Umgang untereinander, Nähe / Distanz zu den Eltern sind Themen auf die man gezielt achten kann, die auch mit der SpielRaum Leiterin besprochen werden. Die Leiterin steht während der Spielzeit (ca. 90 Minuten) zur vollen Verfügung der Kinder, auch sie beobachtet und beschreibt die Vorgänge, schreitet ein, falls notwendig. Für die Eltern werden eigene Abend-Termine zur Nachbesprechung angeboten, hier werden bestimmte familienrelevante Themen aufgearbeitet, ebenso das Verhalten der Kinder während des SpielRaums.

Pikler Geräte

Die verwendeten Geräte sind von Pikler vorgegeben, die Spielsachen sind liebevoll ausgewählt, viel davon aus Naturmaterial, besonders Holz. Sie animieren die Kleinen zum freien Spiel, können gefühlt, gehört, geschmeckt und erkundet werden. Die Geräte wecken Freude und Lust an der Bewegung, zB der Dreieckständer zum Klettern und Krabbelkisten mit schrägen Seitenteilen zum Draufkrabbeln und Rutschen.

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Ich war im SpielRaum in Korneuburg bei Grete Melzer zum Hospitieren eingeladen. Grete Melzer arbeitet als Mobile Kinderkrankenschwester im Bezirk Korneuburg und unter anderem als Leiterin des Pikler SpielRaum.

Ich habe im Zuge meines Besuchs zwei Kleinkindgruppen beobachtet und auf eine sehr entspannte und zurückhaltende Art das Klima auf mich wirken lassen: Ohne eigenes Kind, auf das man sich fokussiert, ist es wahnsinnig spannend die Interaktionen und sozialen Kompetenzen von Babys mit 10-15 Monaten zu beobachten, ich habe definitiv wieder viel dazugelernt! Besonders die ruhige, beinahe stille Atmosphäre war sehr entspannend, es war förmlich zu spüren, wie alle Anwesenden der Reihe nach im Raum „ankamen“.

INTERVIEW

Im Anschluss an die beiden Gruppen hatte ich noch die Gelegenheit folgende Fragen an Grete zu richten:

Wie lange leitest Du schon den Pikler SpielRaum?

15 Jahre

Wieviele Babys / Kinder sind in einer Gruppe?

max. 7

Ab/Bis welchem/s Alter können Kinder einen Piker SpielRaum besuchen?

ab etwa 6-8 Monaten bis ca. 2 Jahre

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Brechen Eltern die Teilnahme am SpielRaum ab? Wenn ja, warum?

Äusserst selten kommt sowas vor – wenn dann nur in Ausnahmesituationen, etwa wenn das Kind oder die Mutter sich überhaupt nicht wohlfühlen.

Was Dein schönstes Erlebnis im Laufe der SpielRaum-Jahre?

Das schönste Erlebnis hatte ich mit einer Mutter, die mit Zwillingen kam: eines der beiden Mädchen hatte eine Behinderung, für sie war der SpielRaum ein Raum um einfach nur zu SEIN, ohne Therapie, ohne speziell „behandelt“ zu werden. Die Zeit mit den Kindern im SpielRaum hat viel zur Entwicklung des Mädchens beigetragen.

Was ist Dein „Profi-Tipp“, eine Empfehlung an alle jungen Eltern? (Unabhängig, ob sie einen Spielraum besuchen wollen.)

Hier empfehle ich am liebsten ein Buch, am besten schon während der Schwangerschaft zu lesen:

Magda Gerber, Dein Baby zeigt Dir den Weg.

Vielen Dank!!

Grete Melzer ist als Mobile Kinderkrankenschwester im Raum Korneuburg unterwegs, zu erreichen unter 0699 10296848 oder unter gretemelzer@praxisgemeinschaft161.at

www.praxisgemeinschaft161.at

www.pikler-hengstenberg.at

 

 

 

2 Kommentare zu “Pikler SpielRaum – nicht mehr als spielen

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