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Fleisch? | Ja, mit Herz und Verstand.

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Fleisch ist mir nicht wurscht.

So lautet der Name einer Informationlinie, da kann ich nur zustimmen! Der WWF in Österreich ist momentan auf Aufklärungs-Tour und der Grund dafür sind der immens hohe Fleischkonsum in unserem Land (wir essen pro Kopf unglaubliche 63kg Fleisch im Jahr!) und die daraus resultierenden Folgen für Umwelt und Natur! Ganz abgesehen davon, dass es fast drei Mal so viel ist, wie für eine ausgewogene Ernährung als gesund eingestuft wird. Es liegt in unserer Verantwortung, erschreckende Zahlen und nackte Tatsachen endlich als Ansporn zu sehen und umzudenken.

In einem Land, im dem viel Fleisch verkauft wird, muss viel „produziert“ werden und die schlimmen Zustände in riesigen Mastbetrieben und Farmen sind uns allen gut bekannt.

Fleisch – aber nicht im Überfluss

Wir essen Fleisch, es gehört zur abwechslungsreichen Familienküche bei uns dazu. Mir ist aber wichtig, dass die Kinder wissen, woher es kommt! Sie sollen die Tiere kennen, die wir als Fleischquelle nutzen und dann auch für sich entscheiden, ob sie Fleisch essen wollen oder eben nicht. Meine Kinder sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie man nachhaltig und ressourcenschonend im Alltag leben kann und wie ein ausgewogener Familien-Speiseplan aussehen kann.

Dazu gehört zum Beispiel auch, die Alternativen zu Fleisch zu kennen, zu kosten und als „normal“ am täglichen Speiseplan zu empfinden. Erbsen, Bohnen, Linsen und pflanzliche Milch-Alternativen sind regelmässig Teil unserer Ernährung. Sie werden mal mehr und mal weniger gut angenommen, aber wir haben Zugriff auf vielfältige Geschmacksrichtungen. Auch Phasen mit weniger Gemüse sind okay, es muss immer und immer wieder angeboten werden und es muss normal sein, dass es alle Familienmitglieder am Teller haben. Die Vorbildwirkung findet auch unbewußt statt. Wir hatten in den letzten 6 Jahren schon einige Aha!-Effekte, wenn plötzlich doch Tomaten vom Strauch gezupft und genascht wurden …. 

Mama, welches Fleisch ist das?

Diese Frage wurde mir schon unzählige Male gestellt und kann mit dem rohen Fleisch oder in der Bratpfanne oft nicht so leicht geklärt werden: Also haben wir uns auf den Weg gemacht, um Tiere, die auf einem Bauernhof leben zu besuchen.

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Bio ist mir nicht wurscht

Wenn wir Fleisch kaufen und essen, dann schaue ich drauf, woher es kommt und wie die Tiere leben. Weil das nicht immer so einfach ist, wenn man nicht unmittelbar neben dem Bauern wohnt, ist das BIO-Siegel ein wichtiges Kriterium. Mit „Austria Bio Garantie“ und dem „AMA-Biosiegel“ kann man sicher gehen, auch im Supermarkt, Biofleisch aus Österreich zu bekommen. Durch die entsprechenden Kontrollen wird sichergestellt, dass die Bedingungen passen und sowohl der Lebensraum, als auch das Futter der Tiere artgerecht und biologisch ist.

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TIPP: Der WWF-Fleischratgeber informiert und zeigt pflanzliche Alternativen auf.

Biohof – Wir wollen es wissen

Im Tullnerfeld, nicht all zu weit von unserem Heimatort entfernt, haben wir einen zertifizierten Bio-Bauernhof besucht. Meine Mädchen freuten sich schon sehr, weil sie Tiere wie alle Kinder gern mögen und auch sehen wollen, wie sie leben.

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Wir haben die Kühe beobachtet, die eng aneinander geschmiegt wiederkäuend am Stroh lagen und die Kälber, die gerade Milch tranken. Die Schweine machten gerade Mittagsschlaf und wir haben erfahren, dass nur glückliche Schweine ein „Ringelschwänzchen“ haben. Hast du das gewußt? Beim Zurückgehen kamen wir noch bei den Truthähnen vorbei uns haben eine kleine Katze gestreichelt.

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Tier am Teller

Fleisch haben wir seither noch nicht verkocht, aber wir haben viel darüber gesprochen, wie schön es war, zu sehen, wie gut es den Tieren geht. Und wenn wir beim nächsten Mal gemeinsam kochen, dann wird es bestimmt wieder Thema sein. Inzwischen sind wir mit vegetarischen Gerichten happy.

 

 

vielen Dank an den Bio-Hof Familie Frühwald

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