Avocadobaum pflanzen leicht gemacht

Viele von uns lieben sie, die reichaltige, weiche Frucht mit dem leicht nussigen Geschmack ist seit Jahren richtig im Trend. Hochwertige Öle und ganz viele wichtige Fettsäuren machen sie sättigend und wertvoll – egal ob mit Beeren, am Brot oder klassisch als „Guacamole“ zu mexicanischem Essen.

Hast du gewußt, dass du ganz leicht selber einen Avocadobaum pflanzen kannst? Also ganz ohne Zahnstocher?

Ich habe bestimmt 5 Jahre lang immer wieder versucht mit allen möglichen Tricks die Kerne zum Keimen zu bringen. Nix ist gewachsen… Nun habe ich aber den Dreh raus – und ich verrate ihn gern.

Avocadobaum pflanzen

Nimm einen Kern einer (Bio) Avocado und wasche die Fruchtrückstände ab. Mit einem spitzen Messer muss nun vorsichtig die braune Schicht abgezogen werden. Das ist ein bisschen fitzelig, aber es zahlt sich aus! Am Schluss bleibt dann ein weisser oder leicht fleckiger Kern. Diesen „nackten“ Kern wickelst du in ein feuchtes Tuch (oder Küchenrolle) und legst ihn in leeres Marmeladen- oder Rexglas, den Deckel nicht nur drauflegen. So entsteht ein ideales, feuchtwarmes Klima.

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Nach etwa 10 oder 14 Tagen sollte sich schon was tun! Der Kern bekommt erst einen Spalt und dann wächst eine kräftige Wurzel. Nach weiteren 10 Tagen ist meist auch schon der Trieb zu erkennen. Nun kann die neue Avocadopflanze aus ihrer Keim-Höhle geholt und ins Wasser gestellt werden. Besonders gut eignen sich dazu Flaschen mit einer schmalen Öffnung, so dass der Kern das Wasser nicht berührt, aber die Wurzel gut eintaucht.

Jetzt heisst es warten! Nach wenigen Tagen wird die Avocado super wachsen, am Fenster gefällt es ihr besonders gut! Nach wenigen Wochen, wenn kräftige Blätter gewachsen sind, kannst du sie in Erde einpflanzen.

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Wenns nicht anders geht, dann ist der Tetrapak eine praktische Lösung. Meine geliebte Hafermilch zum Beispiel ist eben nur so in der beschichteten Kartonverpackung erhältlich. Ich bin der Meinung, wenn ich schon wenig nachhaltiges kaufen „muss“, dann ist es gut, mir eine Möglichkeit zu suchen, es zumindest wieder- oder weiter zu verwenden.  – Als Blumentopf für die Avocado zum Beispiel…

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Tetrapak ist recht vielseitig und kann auch vernäht werden, wie im Beitrag über die kleinen Taschen gezeigt.

DIY: Tetrapak Blumentopf

Noch um einiges einfacher ist ein „Blumentopf“ aus Tetrapak, denn alles was man dazu braucht, ist ….

ein Tetrapak!

Ja, wirklich! Und dann heisst es austrinken, auswaschen und gut trocknen lassen. Am oberen Rand abschneiden (rund 5cm vom oberen Rand oder knapp unterhalb der Öffnung). Die bedruckte, äussere Schicht nun vorsichtig rundherum abziehen. Übrig bleibt ein naturbrauner, leicht angerauter aber innen silber und wasserfest beschichteter Behälter. Und genau das machen wir uns zu nutze!

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Ich habe den oberen Rand etwa 1,5cm umgekrempelt, so sieht es ein bisschen aus wie ein Papiersack. Wer mag, kann den neuen Blumentopf noch verzieren! Auf der Papierseite ist alles möglich: bekleben, bemalen oder bestempeln.

Wenn sehr empfindliche Pflanzen eingesetzt werden sollen, dann ist es gut, am Boden noch 3 kleine Löcher zu stechen, damit keine Staunässe entsteht. Ich habe vorgezogene Avocados eingepflanzt, die brauchen ohnehin viel Wasser. Als unterste Schicht habe ich ein paar kleine Steine in die Blumentöpfe gelegt und darauf Blumenerde. Die vorgezogenen Avocados fühlen sich darin pudelwohl.

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Färben mit Avocado

Achtung – auch die Schalen der Frucht musst du nicht wegwerfen, im Gegenteil: Waschen und trocknen und sammeln! Wenn du rund fünf halbe Schalen hast, kannst du schon 1 T-Shirt zartrosa damit einfärben. Wenn die Farbe intensiver werden soll oder das Stoffstück grösser ist, dann sammel ein bisschen länger.

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Alle meine Tipps zum Färben mit Avocado und anderen Naturfarben gibts hier.

Avocado-Info

Die Sache mit den Avocados ist sehr kritisch, Superfood hin oder her: Wir wohlhabenden Länder kaufen / verbrauchen soviel Avocados, dass dort wo sie wachsen, riesige Plantagen angebaut werden. Avocados benötigen sehr viel Wasser (1000 Liter pro kg), das wird wiederum von den Menschen in der Umgebung abgezogen, damit die Plantagen gegossen werden können… Also wer gern Avos isst (wie ich…), sollte sie möglichst selten kaufen und dann darauf achten, zumindest Früchte aus Spanien zu nehmen, damit sie nicht auch noch über die Meere transportiert werden müssen. Bio ist auch wichtig und ebenso, keine vorgereiften Früchte zu kaufen: diese werden mit extrem hohen Energieaufwand behandelt.

Tipp 1: Avocados werden schneller weich, wenn sie neben Äpfel / Bananen an einem warmen Ort gelagert werden!

Tipp 2: Zieh sie selber nach, dann hast du lang Freude damit!

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