Über den Wolken – 10 essentielle Tipps zum Fliegen mit Kleinkindern

Tipps zum Fliegen mit Kleinkindern

Der Frühling und die warmen Temperaturen lassen heuer auf sich warten – kein Wunder, dass viele von uns Fernweh bekommen. Mal schnell in den Flieger hüpfen und sich irgendwo im Warmen ein paar schöne Tage machen – das klingt verlockend, mit kleinen Kindern ist das aber eine ganz schöne Herausforderung. Außerdem ist Fliegen lange nicht mehr so günstig wie es mal war und auch der Nachhaltigkeitsgedanke lässt viele auf Urlaubsdestinationen in der Nähe umdisponieren. Wenn man sich für eine Urlaubsdestination entscheidet, die einen Flug notwendig macht, ist gute Vorbereitung alles – und es spart jede Menge Stress!

Übung macht den Meister (auch bei Flugreisen mit Kleinkind)

Wenn ein Elternteil aus einem anderen Land kommt und Auto und Zug keine wirkliche Option für Besuche bei den Großeltern sind, dann kommt man ums Fliegen allerdings schwer herum. So ist es auch bei uns. Mein Mann kommt aus Spanien, deshalb sind wir schon recht oft geflogen. Beim ersten Flug war unsere Große 5 Monate alt. Jetzt, mit 5 Jahren ist sie schon ein kleiner Flug-Profi. Wir haben also in den letzten Jahren so ziemlich jedes Kleinkindalter im Flugzeug erlebt und einige Erfahrungen gesammelt.

Blick aus dem Flugzeug

10 Tipps zum Fliegen mit Kleinkindern – so klappt’s

Meine ganz persönlichen Tipps zum Fliegen mit Kleinkindern habe ich für euch zusammengefasst. Online findet man darüber hinaus noch eine ganze Flut von weiteren Ratschlägen zum Reisen mit Kindern, so zum Beispiel beim ÖAMTC.

  • Tipp 1 – Gute Planung!
  • Tipp 2 – Richtige Packordnung!
  • Tipp 3 – Passende Kleidung!
  • Tipp 4 – Altersgerechte Unterhaltung!
  • Tipp 5 – Viele Snacks!
  • Tipp 6 – Digitale Medien!
  • Tipp 7 – Kindgerechte Erklärung!
  • Tipp 8 – Kinder brauchen Information!
  • Tipp 9 – Bleib bei dir (& ignoriere Meckerer)!
  • Tipp 10 (oder vielmehr ein echtes Mantra) – Der Weg ist das Ziel!

1 – Gut geplant

Wenn man eines mit Kindern nicht will, dann ist es gestresst durch den Flughafen zu hetzen – also besser eine halbe Stunde Puffer mehr einplanen. Sonst führt eine volle Windel zur falschen Zeit schnell zu unnötigem Stress und Nervenkitzel, auf den man getrost verzichten kann. Hat man genügend Zeit, können sich die Kinder vor dem Flug auch noch ein bisschen bewegen. Oft gibt es im Wartebereich der Gates kleine Spielbereiche auf denen die Kinder vor dem langen Sitzen noch mal ein bisschen Toben können.

2 – Gut gepackt

Organisiertes Packen zahlt sich aus: So achte ich zum Beispiel immer darauf, dass ich alle Flüssigkeiten, Cremen etc. gesammelt griffbereit habe. Das spart beim Sicherheitscheck viel Zeit und schont die Nerven. Auch Snacks, Getränke und Unterhaltungsprogramm für den Flieger sollten stets gut erreichbar sein.

3 – Gut angezogen

Bequeme Kleidung ist ein Muss und Zwiebellook lohnt sich beim Fliegen auf jeden Fall. Wir haben von brütender Hitze bis hin zu Eiseskälte im Flieger schon alles erlebt und die Temperatur kann sich auch während des Fluges oft drastisch ändern. Wir haben auch immer eine leichte Decke bzw. eine große Stoffwindel dabei, damit man die Kids ggf. damit zudecken kann.

4 – Gut unterhalten

Bei den ersten Flügen hatten wir immer das halbe Kinderzimmer dabei: Bilderbücher, Stickerhefte, Fingerpuppen, Stofftiere etc. – alles hatten wir im Angebot. Im Laufe der Zeit habe ich aber gelernt: Weniger ist mehr – meistens braucht es (zumindest bei unseren Kindern) nur sehr wenig Spielzeug. Die Sicherheitskarten in den Sitztaschen, der klappbare Tisch und natürlich die Snacks sind viel interessanter als alles andere. Wenn Spielzeug, dann sollte es auf jeden Fall etwas sein, das nicht zu kleinteilig ist. Der Flugzeugboden ist kein Ort, auf dem man auf der Suche nach verlorenen Puzzleteilen herumkriechen will…

5 – Gut versorgt

Wovon man aber auf jeden Fall genug mitnehmen sollte: Proviant. Eltern wissen: Essen geht immer! Verschiedene Snacks, von salzig bis süß, Obst, Butterbrote – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dabei darf man meiner Meinung nach bei so einem Ausnahme-Ereignis wie einem Flug ruhig mal etwas lockerer sein und zum zweiten Quetschie, dem 6. Schokokeks oder der Extra-Ration Gummibärchen ruhig mal ja sagen.

Kinder im Flugzeug

6 – Gut geschaut

Lockerer sein kann man auch bei der Mediennutzung: Denn was macht der Großteil der Erwachsenen während einem Flug, wenn sie nicht gerade schlafen oder essen? Genau: Sie schauen sich Filme oder Serien an. Warum sollte das bei Kindern also anders sein. Es lohnt sich auf jeden Fall Vorab passende Serien für die Kleinen herunterzuladen! Zugegeben, das mit den Serien funktioniert erst ab einem gewissen Alter, aber wenn die Kinder gerne etwas schauen, sollte man gerade im Flieger kein schlechtes Gewissen deswegen haben!

7 – Gut erklärt

Der kritischste Moment ist bei uns immer das Anschnallen bei Start und Landung. Hier werden gerade Kinder im Trotzalter schnell laut. Ich versuche unserer Kleinen (2 Jahre) schon im Vorhinein zu erklären, dass der Gurt sein muss, so wie im Auto und am Kindersitz beim Fahrrad. Das Anschnallsymbol mit dem Licht ist ein guter Weg, den Kindern anschaulich zu machen, dass es nur eine kurze Zeit ist und dass sie sich dann, wenn das Licht ausgeht, auch wieder abschnallen können.

8 – Gut informiert

Wer auf ungute Überraschungen am Flughafen verzichten will, sollte sich vorab bei der Fluglinie informieren, welche Regeln für das Fliegen mit Kleinkindern gelten und was es zu beachten gibt: Gibt es Freigepäck für Kleinkinder? Kann der Kindersitz aus dem Auto mitgenommen werden? Unter welchen Bedingungen werden Kinderwägen und Buggys mitgenommen? Welche Flüssigkeiten können für Kinder mitgenommen werden?

9 – Gut ignoriert

Steigt man mit Baby oder Kleinkind in ein Flugzeug ein, kann man mit drei verschiedenen Reaktionen rechnen:

  • Einer ersten Gruppe – oft bestehend aus älteren Damen und damit potenzielle Omas – huscht beim Anblick der lieben Kleinen ein verzücktes Lächeln über die Lippen: Oh wie süß!
  • Eine zweite Gruppe – meist Eltern, die selbst schon mit kleinen Kindern geflogen sind – schaut mitleidig und macht gleichzeitig mit einem bestärkenden Lächeln Mut. „I feel you!“
  • Der dritten Gruppe – oft kinderlose Reisende – ist beim Anblick der Kleinen die Panik ins Gesicht geschrieben. Beim Durchschreiten des Mittelgangs hört man sie beinahe beten: „Bitte nicht neben mir…“

Für die letzte Gruppe gilt: Lasst euch nicht verunsichern! Eine Reise mit kleinen Kindern ist schon stressig genug. Da kann man böse Blicke oder genervtes Augenrollen, wenn es mal etwas lauter wird, getrost ignorieren.

Das Wichtigste habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben:

10 – Gut gemacht

Die Aussage ist zwar abgedroschen, aber gerade beim Reisen steckt viel Wahres dahinter: Entspannte Eltern, entspannte Kinder! Sicher, jedes Kind ist anders und jedes Kind befindet sich immer in irgendeiner Phase: Wachstumsschub, Zahnen, Trotzalter etc. Aber je entspannter wir als Eltern an die Reise herangehen, desto besser haben die Kids bei uns immer mitgemacht. Kinder spüren ganz genau, wenn wir unsicher und gestresst sind und übernehmen diese negativen Gefühle. Wer es schafft, gelassen zu bleiben und den Flug als Abenteuer sieht, hat schon gewonnen! Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel!

Wir hatten bisher immer nur Flüge, die maximal 3,5 Stunden gedauert haben, wie eine Fernreise mit Kleinkindern gelingen kann, darüber berichtet Daniela in diesem Beitrag.

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