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Kinderlieder. Althergebracht oder alternativ?

Zuletzt aktualisiert am 11. August 2017 um 21:07

Kinderlieder sind so eine Sache, finde ich.

Althergebracht ist gut, sind so Klassiker, die man einfach kennen muss. Sang ja schon die Oma mit uns.

Meist lernen die Kleinen diese klassischen, traditionellen Kinderlieder eh im Kindergarten. Ich bin froh drum, singe selber nicht besonders gut und kann auch nicht Gitarre oder ein anderes Begleitinstrument spielen. Ich persönlich bin auch kein Fan von CDs oder Online-Versionen – liegt aber wahrscheinlich dran, dass ich mir nicht meine Ohren stundenlang damit „volldüdeln“ lassen will, im Auto zum Beispiel.

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Ich habe vor Kurzem ein Mai erhalten von einem Liedermacher, der sich mit dieser Thematik beschäftigt: Matthäus Bär hat ein alternatives Album aufgenommen, das sowohl musikalisch für die Kids als auch mit ansprechenden, teils frechen Texten punktet. Hört selbst: klick.

1 Kommentar zu “Kinderlieder. Althergebracht oder alternativ?

  1. Leslie Schrage-Leitner

    Liebe Daniela,
    ich arbeite seit Jahren als Musiktherapeutin mit Babys und Kleinkindern.
    Deine intuitive Abneigung dagegen, Dich – und Dein(e) Kind(er) – „volldüdeln“ zu lassen, kann ich aus fachlicher Sicht mehr als gutheißen!
    Die unmittelbare, d.h. „live“ eingesetzte Sing-, Summ- oder Sprechstimme von Mutter und Vater und anderen nahen Bezugspersonen ist das allerbeste, das Babys und Kinder auf der akustischen Ebene kriegen können.
    Für Kinder ist die Zuwendung, die sie durch eine reagible menschliche Stimme erhalten, prioritär – und nicht, ob diese aus musikalischer Sicht „richtig“ oder „falsch“ klingt. Sie bewerten nicht.
    In diesem Sinn sind auch gemeinsam gesungene Kinderlieder – als Teil unseres gemeinsamen, „althergebrachten“ Kulturerbes – ein positiv zu bewertender Beitrag zur Begleitung der kindlichen Entwicklung (ganz nebenbei fördert Singen auch die kindliche Sprachentwicklung …).
    Die Berieselung durch egal welche akustische Quelle wirkt oft beruhigend auf Kinder, ist aber gerade dadurch mit Bedacht – wie ein Medikament – zu dosieren, weil sie – oft unbemerkt – eine Reizüberflutung bewirkt, was aus psychischer und physischer (Hirnentwicklung!) Sicht eine Gefahr darstellen kann. Die Kinder sind in unserer Zeit sowieso oft mehr Reizen ausgesetzt, als sie verarbeiten können.
    Liebe Grüße,
    Leslie

    Hier noch zwei von vielen Literaturhinweisen:
    • Trehub, S. E. (2005). Musik der frühen Kindheit. (Music in infancy). In R. Oerter & T.H. Stoffe (Eds.), Enzyklopädie der Psychologie (pp. 33-56). Gottingen, Germany: Hogrefe.
    • Trehub, S. E. (1999). Singing as a parenting tool. Early Childhood Connections, 8-14.

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