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„Iss jetzt endlich dein Gemüse!“

Zuletzt aktualisiert am 16. Dezember 2012 um 19:32

GASTARTIKEL

Barbara meint es doch so gut und bietet ihrem kleinen Schatz, der vierjährigen Isabella, Unmengen an Grünzeug, Vollkornprodukten und ach so gesunden Fisch an, doch nichts davon wird angerührt. Sie selbst findet zwar Semmeln und Croissants viel besser als dunkles Brot und Fisch ist so gar nicht ihr Fall aber was tut man nicht für die Gesundheit des eigenen Kindes? Ihr Mann Mario unterstützt sie bei diesem Vorhaben kaum. Fleisch muss auf den Teller kommen und vielleicht noch eine Beilage aber bloß kein Gemüse. Der große Bruder von Isabella, der neunjährigen Stefan, ist da ganz anders. Ihm schmeckt eigentlich alles – ob Gemüse, Obst, Fleisch, Vollkornprodukte,…. – solange man es ihm vor die Nase stellt. Allerdings hat Stefan selten Lust mit der Familie gemeinsam zu essen. Lieber isst er alleine in seinem Zimmer, vor dem Fernseher. Barbara hat nichts einzuwenden, die kleine Isabella bereitet ihr schon genug Sorgen, wenn es ums Essen geht.

Wieso will die Vierjährige alle diese „gesunden“ Sachen nicht essen? Was läuft hier falsch? Die Antwort ist naheliegend: Kinder lernen durch Nachahmung! Jedes Familienmitglied hat eine gewisse Vorbildwirkung. Je kleiner Kinder sind, umso mehr orientieren sie sich an den Meinungen, Einstellungen und Vorlieben der Eltern und Geschwister. Nicht nur bewusste Aussagen, sondern auch unbewusste Reaktionen der Familienmitglieder werden von den kleinen registriert. Es genügt also nicht, wenn Barbara in unserem Beispiel meint: „Komm Isabella, iss dein Brot, das schmeckt lecker“, aber gleichzeitig über ihren Gesichtsausdruck selbst wenig Begeisterung signalisiert. Verstärkt wird das Ganze noch zusätzlich, wenn Isabella sieht, wie ihre Mutter beim nächsten Treffen mit einer Freundin genussvoll in ein Croissant beißt und der Freundin erklärt: „Ich liebe Croissants!“ Genauso problematisch ist das Verhalten des Vaters, der „bloß kein Gemüse“ auf seinem Teller haben möchte. Wieso sollte also Isabella Gemüse essen, wenn Papa, der ja so groß und stark ist und immer alles weiß, auch kein Gemüse isst?

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Eine wichtige Vorbildwirkung könnte der große Bruder, Stefan, einnehmen. Würde er am Familientisch mitessen, könnte die kleine Isabella sehen, dass Gemüse, dunkles Brot und Co doch gut schmecken. Gerade ältere Geschwister sind häufig eine wichtige Orientierungshilfe für kleinere Kinder.

Obwohl die Vorbildwirkung der Bezugspersonen den wichtigsten Einfluss auf die Vorlieben von Kindern bis zum Schulalter darstellt, gibt es noch einige weitere Möglichkeiten den Kleinen ein ausgewogenes Essverhalten näher zu bringen:

  1. Die Kinder können bei der Gestaltung des Speiseplans mitbestimmen. Das heißt nicht, dass es jeden Tag Schnitzel mit Pommes geben soll, sondern, dass das aktuelle Lieblingsgericht einmal pro Woche gekocht wird und bei den anderen Speisen Kompromisse gefunden werden.
  2. Gemeinsam kochen. Bereits Kleinkinder können erste Küchenarbeiten erledigen. Gemüse kann gemeinsam gewaschen und geschält werden. Mit einem Buttermesser können auch weiche Obstsorten, wie Bananen, bereits von Kindergartenkindern geschnitten werden. Dadurch ergeben sich viele Vorteile: die Kinder lernen einen Bezug zwischen rohen Lebensmitteln und fertigem Essen herzustellen, durch das Arbeiten in der Küche wird ihre Feinmotorik gefördert, sie lernen mit Messern, Schälern, etc. vorsichtig umzugehen und, der beinahe wichtigste Punkt: es schmeckt besser, wenn man mithelfen durfte!
  3. Kleine Portionen statt Bergen an Grünzeug. Weniger ist oft mehr. Bei Buffets kann man diesen Effekt manchmal selbst beobachten. Das Gericht, von dem am wenigsten da ist, wird als erstes aufgegessen. Zu große Mengen können kleine Kinder oft überfordern. Als Ergebnis essen sie überhaupt nichts. Also, zwei Scheiben Gurke sind besser als eine riesige Gemüseplatte, von der nichts angerührt wird.
  4. Die Optik macht’s. Kein Wunder, dass sich Bärchenwurst, geflecktes Joghurt, Kekse in Tierform und lachende Kartoffelgesichter bei Kindern größter Beliebtheit erfreuen. Der erste Eindruck, den man von einer Speise hat, ist ihr Aussehen. Oft entscheiden wir da bereits, ob wir das Gericht mögen oder nicht. Was die Lebensmittelindustrie mit den meist zu salzigen, zu fetten und zu zuckerreichen Produkten schafft, kann jeder zu Hause nachmachen. Brot, Käse, Gemüse und Obst lässt sich beispielsweise mit lustigen Ausstechformen im Handumdrehen in kindgerechte, ansprechende Formen bringen.
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Die Artikel der Rubrik „Gäste“ werden von GastredakteurInnen verfasst, die voll für deren Inhalt verantwortlich sind. In diesem Fall bin ich lediglich die Moderatorin und leite gerne diverse Kommentare und/oder Fragen an die jeweilige AutorIn weiter. Daniela.

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