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Ernährung für ein Kleinkind | 10 praktische Tipps für einen ausgewogenen Speiseplan

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Zuletzt aktualisiert am 24. August 2018 um 10:33

Gesunde Ernährung ist mitunter das wichtigste Thema für Eltern. Verständlich, denn das, was wir dem Körper zuführen, ist das, woraus er besteht.

Gesunde Ernährung für dein Kleinkind

Die ersten 1000 Tage sind in Hinblick auf das gesamte Menschenleben nicht viel – wir sprechen dabei von der Schwangerschaft bis etwas über das 2. Lebensjahr. Und dennoch ist es ein ausserordentlich wichtiger Zeitraum, denn es wird die Basis fürs Leben gelegt.

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Grafik: Milupa

Die Beschaffenheit des Körpers, seine Widerstandskraft, die Prädisposition für die eine oder andere Krankheit werden vom Essen maßgeblich beeinflußt. Die Lebensmittel, die wir verzehren, stellen einen wichtigen Faktor für ein gutes Immunsystem bzw. dessen Ausbildung dar. Gesunde Ernährung ist aber nicht aufwändig und recht logisch, wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt.

Leider bedeutet unsere westliche Überflußgesellschaft nicht gleichzeitig, dass wir alle gut ernährt sind. Wir haben selten wirkliche Mangelerscheinungen, aber wir verzehren laut aktuellen Untersuchungen viel zu viel Proteine (Eiweiß) und vergleichsweise sehr wenig Vitamin D*.

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10 praktische Tipps für gesunde Ernährung für Kleinkinder – So gelingt die Umsetzung ganz selbstverständlich.

Diese wichtigen Impulse habe ich am Aptaclub-Event in Hamburg bekommen. Ökotrophologin Mira Koppert hat uns viele Eckdaten rund um die Ernährung von Kleinkindern näher gebracht.

1 Wie viel braucht mein Kind?

Ein Handfläche vom Kind ist ein gutes Maß für die entsprechende Menge:

  • 1 Portion Obst oder Gemüse entspricht etwa einer ausgestreckten Kinderhand
  • 1 Portion Kartoffeln (oder kleinstückiges Gemüse) sind 2 Handteller
  • 1 Portion Fleisch oder Fisch entspricht 1 Handteller
  • 1 Portion Brot ist so groß wie eine Handfläche mit ausgestreckten Fingern

2 Wieviel wovon?

Grundlage der „Ernährungspyramide“ sind Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Kartoffeln. Sie bilden zusammen mit Wasser (und ungesüßten Getränken) die Basis.

  • Tierische Lebensmittel versorgen Kleinkinder mit Eisen, Zink und B-Vitaminen.
  • 2-3 Mal pro Woche sollte fettarmes Fleisch auf dem Speiseplan stehen.
  • 300ml Milch(produkte) sind die Empfehlung für die tägliche Menge, am besten auf 3 Portionen über den Tag verteilt.
  • 1-2 Mal pro Woche darf Fisch gegessen werden: So stellst du die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sicher.
  • Sparsam sollte der Umgang mit besonders fett- und zuckerhaltigen Lebensmittel sein. Eis, Schokolade, Kuchen & Co sollten die Seltenheit darstellen.

Besonders sinnvoll ist es, sich mit der Saisonalität und den regionalen Lebensmitteln auseinanderzusetzen. Besser die Äpfel vom Bauern aus der Region statt „bio“ aus Chile und das erntefrische Gemüse vom Markt oder aus dem eigenen Beet schmeckt viel „lebendiger“ als die Tiefkühl-Erbsen im Winter.

3 Mach es vor!

Die besten Regeln und die informativsten Studien helfen nicht viel, wenn du es nicht vorlebst. Ein Kleinkind orientiert sich voll an dir, also den Eltern, bzw. den Geschwistern. Wir haben bei uns gute Erfahrungen damit gemacht, schon das Baby am Familientisch teilhaben zu lassen und nach eigener Lust „das Essen der Großen“ zu probieren.

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4 Ein Kind isst anders!

Kleinkinder haben im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht einen vielfach höheren Nährstoffbedarf als Erwachsene. Sie verdoppeln (!!!) ihre Größe in den ersten drei Jahren nach der Geburt. Ein Kleinkind sollte auch sehr häufig und regelmäßig hochwertige Lebensmittel angeboten bekommen, oft sind die verzehrten Portionen klein und der Magen braucht Zeit.

5 Heute so, morgen so!

Geschmack bildet sich nicht über Nacht und es braucht manchmal bis zu 10 Wiederholungen, bis man weiß, ob einem ein Geschmack zusagt oder nicht. Biete also vor allem „neue“ Lebensmittel immer wieder und in Varianten an. Wenn zum Beispiel Broccoli im Ganzen nicht ankommt, biete das grüne Gemüse auch als Suppe an.

6 Nicht verzweifeln!

Besonders wichtig ist, keinen Druck auszuüben. Lass dem Kind (und dir selber) die Zeit, die es braucht. Alles reden, überzeugen oder gar drohen machen es nur unnötig schwer. Ein Kind weiß selber sehr gut, was und wieviel es braucht – lass es mitentscheiden!

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7 Lass mich mitmachen, Mama!

Oft sind Kinder schon ganz früh mit viel Eifer in der Küche dabei! Lass sie nicht nur zusehen, wie das Essen zubereitet wird: So entsteht schon früh ein gutes Gefühl für Lebensmittel und deren Handhabung. Was kann roh gekostet werden? Was wird geschält? TIPP: mit Hilfe eines Learningtowers gelingt das Helfen auch schon den ganz Kleinen!

8 Ein Essen für alle!

Koche nicht (immer) extra für dein Kleinkind! Viele Lebensmittel und Gerichte sind für kleine Feinschmecker genau so gut, wie für uns Erwachsene. Achte darauf, nicht zu viel Salz oder scharfe Gewürze zu verwenden und koche immer frisch, dann schmeckt es auch dem Kind.

9 Der Start in den Tag!

Manche Menschen wollen gleich nach dem Aufwachen essen, andere wiederum brauchen etwas Zeit. Das ist bei Kindern genauso. Oft reichen ein paar Schlucke warmer (Kinder)Milch. Wenn du dich für Kindermilch entscheidest, gehst du sicher, dass die Zusammensetztung perfekt auf den Nährstoffbedarf des Kindes abgestimmt ist. Vor allem für die Versorgung mit Vit-D, Jod und Eisen* ist das wichtig. Dafür darf der Snack dann etwas herzhafter ausfallen.

10 Das Auge isst mit!

Ein eigener Teller und etwas Fantasie sind sehr appetitanregend: Nimm ein paar Streifen Gemüse, bunte Beeren oder einige Scheiben Banane, um die Mahlzeit ansprechend zu dekorieren. Das ist nicht viel Aufwand und es macht gleich viel mehr Spaß.

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GUTEN APPETIT!

*VELS = Verzehrsstudie zur Ermittlung der Lebensmittelaufnahme von Säuglingen und Kleinkindern. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) (Hrsg.): Ernährungsbericht 2008

 

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