Corina Wochenbericht II | FREITAGSGESCHICHTEN

Zweite Freitagsgeschichte nach dem Zusammenprall mit Corina (Tag 61)

Huch! Freitag! Ich muss mir angewöhnen täglich eine kurze Zusammenfassung zu machen. Denn derzeit vergesse ich ja sogar bis zum Abend was ich zum Mittagessen gemacht habe. Was erklärt warum sich die Grießnockerl die ich mittags gekocht habe, am Abend nicht mehr auffinden ließen.

Samstag: Am Samstag waren die Kinder vollends damit beschäftigt mir NICHT zu verraten was sie mir zum Muttertag schenken werden. Leider haben sie von mir das Gen:„IchfreumichsodireineFreudezumachen“ geerbt, was die Geheimhaltung von Geschenken extrem erschwert. Ich umschiffe dieses Problem mittlerweile indem ich immer sehr kurzfristig vor den Geburtstagen einkaufen gehe, damit ich es nicht viel zu früh verrate oder sogar verschenke.
Die Mädchen haben darum ständig Andeutungen gemacht, und mir ununterbrochen erzählt was sie mir nicht schenken werden. Um mich zu verwirren. Was gar nicht nötig war. Weil ich derzeit ohnehin ständig verwirrt bin. Kommt mir vor. Aber möglicherweise fällt es ja nur mir auf.

Sonntag: Die Kinder ließen mich lange schlafen. Also. Na ja. So im Vergleich. Bis es halt der Jüngsten zu lange war. Und sie beschlossen hat, dass die Makronen am Tisch wohl schimmelig werden würden, wenn sie noch länger rumstehen. Darum schlich sie sich ins Schlafzimmer, stellte sich vors Bett und brüllte dezent: „Bist du jetzt endlich wach???“ Diese Kind scheint´s hat zusätzlich mein Subtilitätsgen vererbt bekommen.

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Der Tisch bog sich. So viele Geschenke standen dort. Die wunderbarsten Mädchen haben so viel gebastelt und gezeichnet wie noch nie. Ich habe jetzt einen eigenen Muttertagstisch. Er sieht wunderbar aus neben dem Osterstrauch. Und macht sich sicherlich später auch neben dem Weihnachtsbaum toll. Ach und Wonderwoman hat ein neues Häferl. Also ich, falls hier Zweifel auftauchen. Meine Jüngste hat festgestellt, dass die auf dem Häferl aber nicht ganz so aussieht wie ich. Die Größte tat den Gedanken kund, dass man auch ein Häferl mit meinem Gesicht … Himmel bloß nicht!! Ich stoppte den Gedanken. Diese Wonderwoman war perfekt. Mit ihr teile ich gerne meinen Kaffee.

Montag: Ja, den gab´s wohl auch.

Dienstag: Vermutlich wars nicht am Dienstag, aber trotzdem hab ich mich gefreut. Die wunderbare Klassenvorständin (hier ist das Gendern zwar angebracht, aber das Wort klingt irgendwie befremdlich) meiner Größten hat es geschafft meine Große in der gestaffelten Schule in den selben Schulrhythmus wie meine Kleinen einzugliedern. Hurra!!
Tschakka!! Wie ich mich freute!! Endlich wieder normal arbeiten. Am Vormittag. Ohne dieses Chaos und ohne noch nach dem Abendessen zu riechen, dass man 10 Minuten vor dem ersten Klienten zubereitet hat.

Mittwoch: Die Euphorie, dass meine Kinder bald wieder in der Schule sind hielt an. 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2,1 und: hier kamen die Mails mit den Plänen der verschiedenen Schulen. Aha okay. Gleicher Rhythmus heißt nicht unbedingt gleiche Tage. Also ein paar schon. Und ein paar nicht. Und überhaupt sahen es auf diesem Plan so wenige aus. Ich zählte durch. 13!! Ich hatte 13!! Vormittage. Oh wow. Hoffentlich werde ich bei so viel „Freizeit“ nicht übermütig.

Donnerstag: Hmmm. Das war gestern. Was war denn gestern. Ahh ja gestern. Da bin ich wieder einmal über eine Packung Henna in meinem Bad gestolpert. Weizenblond. Klang gut. Und da das beim letzten Versuch an Tag 16 mit der Farbe Sonnengold so großartig funktioniert hat (gut, es war dezent rosa) und sich ja auch wieder auswaschen hat lassen hab ich mir gedacht: Weizenunverträglichkeit hab ich keine, also los.

Beim Anrühren hat mein mittleres Kind trocken festgestellt: „Dem Geruch und der Farbe nach zu urteilen sollte das auf den „Haarfarbenfriedhof“. So was gibt es? „Was bitte ist ein Haarfarbenfriedhof?“ „Na wenn eine Farbe so riecht und so aussieht sollte sie begraben werden.“
Ich hab darüber nachgedacht. Sie hatte recht. Es roch grauenhaft. Und das glitschige, schleimige Zeug wollte ich nicht auf meinen Kopf streichen. Also hab ich das Schüsserl genommen und den Inhalt in den Blumenstock am Balkon als Dünger geschüttet. Ist doch alles Natur. Pflanzlich. Dann hab ich mit den Händen durchgerührt und unter die Erde gemischt. Klassische Vertuschungsaktion. Die Hände waren danach rot. Gut, dass ich es entsorgt habe. Allerdings fürchte ich war dem Stock das Gebräu zu heiß. Die Pflanze ließ die Blätter plötzlich hängen. Also so ein ganz klein wenig. Das war die Pflanze meines Mannes. Dessen Daumen wesentlich mehr grün enthält als meiner. Aber ich denke er merkt es nicht wenn ich mich still verhalte. Das mittlere Kind ging bei der Pflanze vorbei. „Wieso stinkt es nun im Blumentopf nach der Friedhofsfarbe.“ Mist. Ich hoffe dass der Geruchsinn meines Mannes nicht so gut ist. Ob ich wohl einen Spritzer Parfum …?

Falls jemand meine Yogakarriere verfolgt. Die liegt ebenfalls begraben im Blumenstock, gleich neben dem „morgenesseichwenigerSüßigkeiten“-Versuch.
Habt ein schönes Wochenende!

Tier zum „B“: Alle Tiere feiern Muttertag. Nur nicht der Barsch. Dem geht der Muttertag auf den A…. ähem Socken.

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