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BIO – ÖKO – FAIR | Baby- und Kindermode, Accessoires

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Zuletzt aktualisiert am 9. September 2018 um 21:34

 

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Bio Öko Fair in klein.

Die unglaubliche Auswahl an guten, fairen, biologischen und nachhaltigen Baby- und Kindersachen stimmt einen schon froh, finde ich. Es ist wirklich am wichtigsten hier bei den Kleinsten zu beginnen und ihnen den Alltag mit angenehmen Materialien auf der empfindlichen Haus so unbeschwert wie möglich zu machen.

Leider hat die ganz große Kleidungsindustrie noch nicht ausreichend viele im Angebot, aber immer mehr Ketten stimmen auch der „Detox“ Kampagne zu, mit der Greenpeace hier gegen die Mühlen kämpft. Giftstoffe sind nämlich leider auch in „bio“ Kleidung zu finden, jeder Glitzer- und Gummiaufdruck macht die Biobaumwolle zunichte!

Ich habe inzwischen einige Labels und Shops gefunden, bei denen ich, neben meinen 2nd-Hand-Funden, gern kaufe. Hier meine persönlichen Tipps. Besonders freue ich mich, dass ich auch die tollen Frauen dahinter für ein Interview gewinnen konnte, sie erzählen über ihren eigenen Zugang zu Green-Fashion.

 

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Emma & Paul ° Interview mit Owner Michaela Schaller

Seit wann schaust Du auf faire Kleidung bzw. Accessoires?

Seit ca. 6 Jahren. Schon während meiner ersten Schwangerschaft war ich auf der verzweifelten Suche nach schönen, biologischen und ökologischen Kinderkleidungsstücken, jedoch vergeblich. Alles war formlos geschnitten und die Farben waren alles andere als bunt und fröhlich – einfach untragbar.

Wo kaufst Du am liebsten?

Bei EMMA & PAUL natürlich! www.emma-und-paul.at

Woher beziehst Du Deine Inspiration?

Kinder inspirieren mich sehr, aber auch die Natur, mein Alltag und meine Erfahrungen.
Es entstehen dann einfach Bilder in meinem Kopf, die ich versuche umsetzen.

Fair und organic hat den öko-Touch zugunsten Style verloren, wer war hier Vorreiter?

Ganz klar, der Norden! England, Holland, Schweden und Dänemark. Gerade im Bereich biologische & ökologische Kinderkleidung sind viele der nordischen Firmen schon seit Jahren auf dem Markt. Mein „ältester“ Hersteller wurde 1996 gegründet.
Die meisten meiner Hersteller sind selbst Eltern und haben aus ähnlichem Anlass ihr eigenes Label gegründet. GOTS global organic textile standard gibt es jedoch erst seit 2002.

Gibt es einen einfachen Tipp für den Alltag, um nachhaltiger zu leben?

Bewusst leben, bewusst einkaufen (bei regionalen Unternehmen einkaufen, heimische Bio Lebensmittel kaufen, weniger Kleidung kaufen, dafür aber bewusst hochwertige, biologische und ökologische Kleidung mit GOTS Siegel, …) , öfter mal das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen anstelle Auto fahren, umweltschonende Reinigungsmittel und Waschmittel verwenden, Elektrogeräte nicht auf standby lassen, Licht abschalten wenn es genügend Tageslicht gibt, …

 

Ich finde besonders toll an EMMA & PAUL, dass die Gründerin, Michaela, hier aus der Gegend ist: ich treffe sie oft zufällig, wenn sie ihre Kids mit dem Rad von Kindergarten und Schule abholt! Echt nett und gemütlich sind ihre Pop-Up-Events, wo man die ganzen schönen Sachen auch angreifen kann: ein Kindertisch mit Malbüchern, ein paar Knabbereien und viel Plaudern machen einkaufen bei ihr echt angenehm!

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Anna Pollack ° Interview
Seit wann schaust Du auf faire Kleidung bzw. Accessoires?

Inzwischen achte ich seit über 10 Jahren auf faire Kleidung und Accessoires.

Wo kaufst Du am liebsten?

Am liebsten kaufe ich bei kleinen, unabhängigen Labeln oder Second Hand.

Woher beziehst Du Deine Inspiration?

Für mich ist so ziemlich alles Inspiration: zu allererst meine Kinder und die Kinder von Freunden, weil ich hier sehe, was Ihnen gefällt, was sie gerne mögen, aber auch, was ihnen fehlt. Ich habe auch ein großes Faible für alte Fotografien. Für die Formen reicht schwarz-weiß, aber für die Farben finde ich auch Farbfotos sehr spannend.

Fair und organic hat den öko-Touch zugunsten Style verloren, wer war hier Vorreiter?

Für mich in Österreich auf alle Fälle Göttin des Glücks, anzüglich und zerum lifestyle.

Gibt es einen einfachen Tipp für den Alltag, um nachhaltiger zu leben?

Der leichteste Tipp ist: weniger ist mehr. Wenn ich mir genauer überlege, was ich wirklich brauche, spare ich schon einmal viele Einkäufe ein. Wenn die nächste Überlegung dann ist: kann ich das gebraucht finden oder ausborgen, fällt wieder ein Großteil von Anschaffungen weg. Und dann habe ich am Ende die Möglichkeit statt vieler, billiger Dinge, wenige, qualitativ hochwertige Dinge zu kaufen.

 

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One fine Day ° Interview mit Owner Luisa Siller

Seit wann schaust Du auf faire Kleidung bzw. Accessoires?

So ganz genau kann ich das nicht mehr sagen, aber ich würde meinen, dass sich mein Konsumverhalten mit den Kindern schon wesentlich verändert hat. Bei ihnen habe ich von Anfang an darauf geachtet, dass ihre Kleidung möglichst fair produziert ist, weil ich nicht wollte dass sie etwas tragen, das andere Kinder gemacht haben – um es mal plakativ zu formulieren.
Gleichzeitig wird einem mit dem eigenen Nachwuchs auch die Verantwortung für die Natur, die Umwelt viel deutlicher bewusst.

Wo kaufst Du am liebsten?

Eine gute Frage, weil eigentlich nie. Zumindest gefühlt. Wie jede arbeitende Mutter komme ich kaum dazu. Wenn ich mal shoppe, dann meistens online, zB bei Armed Angels oder People Tree. Möon in Berlin hat eine tolle Auswahl und seit Neuestem auch einen Online-Shop. Meine Pullover werden großteils von meiner Mutter gestrickt, alles ganz besondere Lieblingsstücke. Ganz oben auf meiner Wunsch-Liste steht momentan die Unterwäsche von Aikyou und so ziemlich alles von der Kosmetikmarke Und Gretel.
Emil und Polly tragen natürlich hauptsächlich die Sachen aus meinem Shop.

Woher beziehst Du Deine Inspiration?

Für meinen Shop passiert das meiste auf Instagram. Die Vielfalt dieser kreativen Community ist einfach jeden Tag aufs neue wahnsinnig beeindruckend und inspirierend. Ich scanne also eher beruflich im Kinder-Segment, über meine neuen Mode-Ideen stolpere ich dabei zufällig. Wichtig außerdem Pinterest und einschlägige Blogs, wie zB Dariadaria. Madeleine Alizadeh leistet im Fair Fashion Bereich viel Aufklärungsarbeit und ihre Outfit-Posts beweisen, dass Mode die gut für Mensch und Umwelt ist auch gut aussehen kann.

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Gibt es einen einfachen Tipp für den Alltag, um nachhaltiger zu leben?

Bei Kleidung halte ich mich an die Frage von Livia Firth, einer der Pionierinnen im Bereich Green Fashion: werde ich das mindestens 30 Mal tragen? Oder emotionaler formuliert: denke ich noch in einem halben Jahr an diesen Mantel, wenn ich ihn jetzt nicht kaufe? Da überdenkt man den ersten Kaufimpuls schon mal. Was Ernährung anbelangt versuche ich auch so weit wie möglich Bio zu kaufen, wirklich streng bin ich beim Fleisch. Das kommt bei uns nur in Bio-Qualität nach Hause, dafür eben seltener.

 

°°°Danke fürs Plaudern°°°

 

Ein übersichtlicher Online-Shop für „alles rund um Öko“ ist der Avocadostore. Das Label „People Wear Organic“ bietet beispielsweise tolle und bequeme Basics für die ganze Familie, fair produziert und GOTS zertifiziert, mit besonders gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine weitere Möglichkeit „gut“ zu shoppen ist, lokale kleine Labels und Hersteller zu unterstützen, anstatt den großen Mainstreamketten das Geld nachzuwerfen: Frauen, meist selber Mütter entwerfen / machen in Handarbeit tolle Unikate, die auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt sind und überwiegend aus Bio-Stoffen genäht werden. Ganz entzückende Sachen habe ich bei LIEBLINGSBRAND gefunden, hier gibts ausschliesslich Sachen von jungen österreichischen Designerinnen. Psssst: da gibts auch viel für uns Mamas ….

 

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Ich kaufe aber nicht immer neu: auch bereits getragene Kleidung ist oft wie neu! Besonders Kindersachen sind oft nicht „ausgetragen“, die Kleinen wachsen sehr schnell oder man hat sich einfach in der Größe vertan. Gute Stücke findet man auf Flohmärkten oder mit etwas Glück bei der besten Freundin im Keller 😉 – oder auch online: willhaben.at ist ein Paradies. Wer wirklich hochwertige Sachen haben will, dem kann ich das besondere Service eines neuen Wiener Onlineshops für hochwertige Kindermode empfehlen: preloved von Stylekind. Hier finden auch Liebhaber von hochpreisigen Marken schöne „vorgeliebte“ Sachen.

Ich nähe meinen Kindern auch gerne mal was selber, besonders sinnvoll finde ich es, wenn ich ein Kleidungsstück upcyceln kann. Dann lebt ein Lieblingsstück von mir noch weiter! Das Kleid war davor ein Pulli…

 

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Was sind Eure liebsten Shops?

Wo kauft Ihr (faire) Mode für die Kleinen?

 

 

 

2 Kommentare zu “BIO – ÖKO – FAIR | Baby- und Kindermode, Accessoires

  1. Pingback: Green Office – Nachhaltigkeit in Schultasche und (Home) Office – Wurzelinchen

  2. http://www.ottoundanna.at – die besten Röcke für Mama und Tochter, sowie Hosen für die Kleinen aus alten Pullis oder Hemden – meine 4 Mädels lieben sie ?

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