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Wie finde ich eine Stillberaterin?

Wie finde ich eine Stillberaterin?

♥ STILLBERATERINNEN VERZEICHNIS ♥

Wenn das Baby endlich da ist und plötzlich Fragen auftauchen, ist es gut, sich an eine Person wenden zu können, je schneller, desto besser. Ich habe gut Erfahrungen mit einer Stillberaterin gemacht, die mich in der (langen) Stillzeit gut begleitet hat. Darum habe ich die Präsidentin des Verbandes der IBCLCs in Österreich getroffen und Ihr Fragen gestellt – Fragen, die mich anfangs sehr beschäftigt haben …..

Ich habe hier am Blog auch ein Verzeichnis angelegt, in dem Du nach Bundesland sortiert DEINE Stillberaterin finden kannst!

5 Fragen an die Stillberaterin:

Wie oft soll ich stillen?

 

Der Magen eines Neugeborenen ist so groß wie eine Murmel, nach einer Woche in etwa so groß wie eine Walnuss. Daran lässt sich erkennen, dass ein Baby oft kleine Einheiten an Muttermilch braucht. Muttermilch ist optimal an die Bedürfnisse des Babys angepasst, daher ist die aktuelle Empfehlung, das Baby nach seinem Bedarf zu stillen. Der internationale Durschnitt liegt bei 8 – 12 Stillmahlzeiten in 24 Stunden. In meiner Praxis sehe ich, dass diese Kinder meist eine gute Gewichtszunahme haben und die Mütter eine gute Anregung der Muttermilchproduktion.

Auch die Mama kann einen Stillbedarf haben und ihr Baby kurz anlegen, wenn die Brust spannt.

Wie lange soll ich das Baby pro Mahlzeit stillen?

 

In den ersten Wochen sollte eine Stillmahlzeit aus der Anregung beider Brustseiten bestehen.

Die Mama legt ihr Baby für ca. 15 bis 20 Minuten an einer Seite an, danach an der anderen Seite. So werden beide Brüste angeregt weiter Muttermilch zu produzieren. Trinkt das Baby an der zweiten Seite nur kurz, legt die Mama bei der nächsten Stillmahlzeit hier wieder an.

Saugt das Baby auch an der zweiten Seite 15 bis 20 Minuten wird die Seite beim nächsten Stillbeginn gewechselt.

Gerechnet wird immer von Stillbeginn zu Stillbeginn.

Ich habe Schmerzen in der Brust, was kann ich machen?

 

Eine gewisse Sensibilität der Mamille (Brustwarze) ist in den ersten Tagen manchmal gegeben.

Stillen sollte jedoch NICHT schmerzhaft sein! Treten Schmerzen auf, bitte unbedingt mit einer/einem IBCLC-StillberaterIn die Anlegeposition und das Saugen des Babys überprüfen. Auch ein Pilz (Soor), Verspannungen, der Einsatz von Saugern (Schnuller und Flasche – anderes Saugverhalten) oder eine Entzündung können Schmerzen auslösen und gehören begutachtet und behoben. Es gibt in der Stillzeit zu (fast) jeder Erkrankung ein Medikament!!

IBCLCs sind international zertifizierte StillberaterInnen – zu finden unter www.stillen.at oder in den Geburtskliniken und Stillambulanzen.

Mein Baby hat nach dem Stillen Bauchweh und schreit. Was kann ich tun?

 

So, wie bei uns Erwachsenen, verdaut auch das Baby bei und nach jeder Stillmahlzeit.

Regelmäßige Babymassage, Bauchmassage, das Kuscheln und Tragen des Babys (Tragetuch oder Tragehilfe), der Fliegergriff etc. können dem Baby helfen und die Verdauung und Entwicklung (vorbeugend) unterstützen.

Soll ich das Baby länger als 6 Monate stillen?

 

Sowohl die Österreichischen, als auch die Internationalen Stillempfehlungen lauten:

Bei einem gesunden Baby ist das ausschließliche Stillen bis zum

6. Lebensmonat ein wünschenswertes Ziel. Danach wird Muttermilch zur Beikost angeboten. Stillen wird bis zum 1. Lebensjahr und darüber hinaus empfohlen, wenn Mutter und Kind das möchten. (www.richtigessenvonanfangan.at)

Reifezeichen beachten:

  • Verschwinden des Ausspuck-Reflexes
  • Aufrecht sitzen mit minimaler Hilfe
  • Aufrechte Kopfhaltung über mehrere Minuten ohne Hilfe
  • Koordinierte Hand-Finger-Bewegungen
  • Mund öffnen, wenn Nahrung angeboten wird und Interesse am Essen

 

DSAin Anita Schoberlechner, IBCLC
Präsidentin des Verbandes der Still- und LaktationsberaterInnen IBCLC Österreichs

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HIER GEHTS ZUM STILLBERATERINNEN-VERZEICHNIS. – hier findest Du Deine Stillberaterin in Deiner Nähe!

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