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32 Monate stillen. | Wie es dazu gekommen ist jahrelang zu stillen.

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Abgestillt.

So läuft es dann also, wenn man ein Kleinkind stillt und das Kind entscheiden lässt.

Irgendwann vergisst sie aufs Stillen!

Ich muss zugeben, ich habe es ganz leise gehofft ….. Aber ich war selber sehr gespannt, denn die erste Stillzeit mit Frl. Tochter wurde recht rasch von ihrer Seite aus beendet. Nach 11 Monaten hat sie nie wieder nach dem Busen gefragt.

Die „ganz kleine Botin“ ist da ganz anders und das hat sich recht früh abgezeichnet. Sie hat nie einen Schnuller genommen und genauso wenig irgendeine Flasche gewollt. Dass der Weg ein langer werden würde, war absehbar… – aber dass wir jahrelang stillen war nicht geplant.

kleinkind stillen, 32 monate stillen

Ein Kleinkind stillen: Es war IHR Weg und UNSER Weg.

Der Weg war ein wunderbarer – selbstbestimmt und völlig frei von äusserlichem Drängen oder gar heftigen Kommentaren. Ein Weg, der mehr als zweieinhalb Jahre ein komplett normaler war. Als ob es einfach nichts anderes gäbe!

Nach etwa 7 Monaten voll stillen hat sie begonnen, sich für feste Nahrung zu interessieren. Mit der Betonung auf FEST. Brei wurde und wird bis heute gänzlich verweigert. Nicht mal Apfelmus mag sie sonderlich gern. Wenn nun Baby-Led-Weaning ein Begriff dafür ist, dann passt der gut zu uns, finde ich.

Lediglich nachts habe ich nach 2 Jahren für mich beschlossen, nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung zu stehen und nach vielen Gesprächen und zwei (harten) Nächten war das kein Problem mehr. Wie es uns dabei gegangen ist, steht im Erfahrungsbericht „Nachts abstillen“.

kleinkind stillen, 32 monate stillen

kleinkind stillen. 32 Monate stillen

Wie lange weitergestillt wird, hab ich weitgehend ihr überlassen und nach dem Sommer haben wir uns darauf geeinigt, nicht mehr immer und überall unterwegs zu stillen, sondern kuschelnd im Bett morgends und abends. Das fühlte sich gut und richtig für uns beide an, sie hat es nie anders verlangt.

Kleinkind stillen: „Busenmilch“

Kurz vor Weihnachten haben wir dann mal über das „Nicht mehr Stillen“ gesprochen und sie war etwas verdutzt. Es kam dann auch nicht weiter zur Sprache. In den Feiertagen wurde sie krank. Das erste Mal Fieber, das erste Mal Medikamente…. da wollte sie dann wieder 2 Mal täglich ihre geliebte „Busenmilch“. Es war deutlich spürbar, wie sie sich entspannen konnte und ihre Schmerzen weniger waren. Das hat es so unglaublich deutlich gemacht: Auch für ein Kleinkind ist stillen so viel mehr als Nahrung und Essen! Als sie wieder gesund war, hat sie dann recht überraschend einfach auf ihr Abend-Ritual vergessen!

Nach etwa 3 Tagen ist es ihr dann wieder eingefallen, ich habe sie auch kurz nuckeln lassen: „Keine Milch will raus…“ war ihr Kommentar. 😉

Nun wird fest gekuschelt wie immer, ein Gute-Nacht-Kuss und ab ins Bett! (Von dem sie dann mehrmals wieder aufsteht um wieder zu kuscheln. REPEAT…..)

Ich bin froh und dankbar, dass ich so eine innige und schöne Zeit mit ihr teilen konnte! Besonders glücklich bin ich auch, dass ich nie mit schlimmen Kommentaren konfrontiert war, obwohl wir über 2 Jahre täglich auch unterwegs in der Öffentlichkeit mehrmals gestillt haben. Ich habe erlebt, dass mich viele (ältere) Frauen beglückwünschten und ein wenig beneideten.

Mein Fazit nach fast 32 Monaten stillen:

Es war eine wunderbare Zeit, die ich nicht missen möchte! Aber man muss dazu sagen, dass es eben in dieser Phase gut gepasst hat, mit einem geregelten Arbeitsleben ist das unter Umständen schwer oder nicht vereinbar. Körperlich hatte ich nie ein Problem, gottseidank auch zu Beginn nicht. Jetzt in den letzten Wochen wurde die Milch spürbar weniger und ist nun offensichtlich von selber komplett versiegt, was vermutlich mit der psychischen Bereitschaft loszulassen zusammenhängt. Im Nachhinein fällt mir auf, dass sich im Laufe der Stillzeit auch die Hormone „verflüchtigt“ haben, denn es hat mir zwei Jahre lang nicht viel ausgemacht, nachts 2stündlich kurz wach zu sein! Aber jetzt ist es Horror, wenn ich kurz aus dem Bett muss, weil eine der beiden was braucht……

Wie war Euer Weg? Kurz stillen? Gar nicht stillen? Oder entscheidet das Kind?

Brauchst Du Hilfe? Dann kontaktiere eine zertifizierte Stillberaterin!

Laura von Trendshock.de hat ebenfalls eine wundervolle Stillgeschichte aufgeschrieben: Ihr Sohn hat sich nach 23 Monate selbständig abgestillt! ♥

♥  DIESER BEITRAG WURDE VON DER BRIGITTE-MOM ZUM BLOG-LIEBLING GEKÜRT!  ♥ 

Die Fotos hat die einfühlsame  Familienfotografin Stephanie Rimoux gemacht!

Wertvolle Gedanken zum Stillen gibt es bei Susanne von geborgen-wachsen.de

Lesetipp:

  1. Stillen mit knapp 21 Monaten auch immer noch. Unter tags wenn er kuscheln will, Trost braucht oder müde wird. Zum Einschlafen und in der Nacht 2- bis 3-stündlich. Möchte nach deinem Vorbild demnächst auch in der Nacht darauf verzichten und hin und wieder akzeptiert er auch schon, dass die Milch auch grad schläft 😉 Aber ich glaube auch wir haben noch einen längeren Weg vor uns. Aber ich denke mir immer, dass ich eh da bin, warum sollte ich es ihm verweigern. Und wenn ich nicht da bin fragt er auch nicht danach – außer das Einschlafen, das geht nur mit mir 🙂

    • Danke liebe Teresa,
      wenn Du es auch erst nachts abstillen magst, dann ist die „Gordon-Methode“ ev. was für Euch, google das mal. Ich habe es nicht ganz nach seiner Idee gemacht, weil es unerwartet recht flott auch so ging.
      So lange es für die ganze Familie passt, ist der Weg der richtige!
      GLG Daniela

  2. Danke für den Erfahrungsbericht! Ich weiß momentan selbst nicht wie ich das angehen soll. Wir stillen noch abends, nachts und morgens und ich möchte zunächst das „einschlafstillen“ einstellen da auch mal mein mann das Kind (16 Monate) ins Bett bringen soll. Die letzten Tage haben wir es versucht, viel erklärt und alles, aber es wurde erwartungsgemäß mit viel Geschrei quittiert. Mal sehen wie die nächsten Tage klappen, dann möchte ich auch nachts einschränken und nur noch morgens stillen. Tolle Berichte auf der ganzen Seite 🙂

    • Danke!
      Ja, es ist nicht immer einfach, Kinder tun sich echt nicht leicht, solche Entscheidungen komplett mitzutragen.
      Ich kenne auch Mamas, die dann „weg“ sein mussten und der Papa die schlimmsten Phasen mit dem Kind gemeistert hat – das kann mitunter für deren Beziehung echt toll sein. Wichtig ist, dass das Kind im Abschiedsschmerz nicht allein ist! Ich drücke die Daumen!
      Viel Freude auch weiterhin beim Mitlesen!
      GLG Daniela

    • DreifachJungsmama

      Hallo. Ich habe drei Kinder. Der dritte ist gerade 1 Jahr alt geworden. Ich war bei allen Dreien in Teilzeit arbeiten nach einem halben oder einem Jahr. Und habe trotzdem gestillt. Den Ersten 14 Monate, den Zweiten 22 Monate und den Dritten jetzt noch morgens, abends und nachts und ggf. nach Bedarf wenn er sichtbsr nicht gut drauf ist. Alle habe ich auch zum Einschlafen gestillt. Beim Dritten aktuell war mir das als Einschlafritual mit meinem Mann nach langem etwas lästig. Wenn ich nicht da wsr gab es großes Theater. Nun stille ich ca. 10 Minuten bis halbe Stunde vor dem Schlafen gehen. Mein Mann bringt ihn dann ins Bett. Das klappt super. Natürlich die ersten zwei Tage mit etwas mehr Protest. Jetzt nicht mehr. Wenn ich mal weg bin zum Abend dann gebe ich einfach früher was.

      Die beiden älteren haben sich übrigens selbst abgestillt. Zum Schluss noch nachts kurz um dann weiter zu schlafen. Bis sie einfach durchgeschlafen haben. Der Dritte nimmt keinen Schnuller oder Flasche. Mal sehen wie lange es bei ihm wird. Manchmal nervt es schon etwas nachts und früh morgens. Vielleicht probiere ich was aus den Anregungen aus. 😉
      Danke für den Bericht. Hat mir einschließlich der Kommentare gezeigt, dass unser Weg gar nicht so schlecht war. Obwohl ich keine Still Fanatikern bin. Ich hatte einfach Glück dass es immer geklappt hat. 🍀

  3. Irene Knapp

    Ooooh wie schön! Also unsere Amelie ist gestern 2 Jahre geworden und ich stille sie immer noch regelmäßig. Wann sie will……..fast zumindest. Oftmals esse ich gerade oder mache was, dann muss sie einfach mal warten. In der Zwischenzeit ist ja unsere jüngste Maus, mittlerweile 2 Monate, geboren. Auch sie wird natürlich gestillt.
    Zu Hause stillen wir oft gemeinsam. Auswärts nicht……..das finde ich nicht unbedingt toll. Alles auspacken vor den Leuten……….naja muss nicht sein!

    Ich habe schon Tage, vor allem Nachts, wo es mir einfach zuviel ist. Da hätte ich gerne die Zeit für mich. Ich habe auch Tage wo ich mir denke………schluss jetzt ich mag nicht mehr. Bin aber trotzdem nicht so weit. Ich möchte meinen Kindern ermöglichen das sie selbst entscheiden können wann genug ist.
    Mal schauen, ob ich es soweit schaffe.

    Alles Liebe
    Irene

    • Danke liebe Irene,
      Hut ab, wie Du das machst!
      Schöne Stillzeit noch – ich bin sicher, wenn es enden soll, dann findet Ihr einen guten Weg!
      GLG Daniela

  4. Ich stille noch. Der Kleine ist nun 14 Monate. Ich dachte vor kurzen ans abstillen. Aber das hat sich im Sand verlaufen.. werd noch ne weile weiter stillen. Solang er mag ?

    • Danke, Jessi!
      Das klingt toll, ich wünsche Euch noch eine harmonische Stillzeit. Wie lange sie auch dauern mag!

      GLG Daniela

  5. Hallo und danke für deinen Bericht. Ich bin gespannt, wie es bei uns wird. Mein Kind ist mittlerweile 37 Monate alt und stillt am liebsten morgens, vormittags, mittags, nachmittags, abends, nachts… wenn ich da bin. Wenn Kindergarten ist oder ich den Tag über Weg, geht es auch ohne. Blöde Kommentare hab ich eigentlich auch noch nicht gehört. Vielleicht geschieht das hinter meinem Rücken. Mein Kind möchte auch in der Öffentlichkeit noch stillen, machen wir auch. ICH fühle mich dabei schon etwas komisch, weil nicht-normal, aber für mein Kind ist das natürlich. Es kennt es ja nicht anders.
    Manchmal nervt mich das Stillen auch, wenn ich eigentlich was anderes machen will. Aber die Vorteile überwiegen: schnelles Einschlafen, viel Nähe, beste Entspannung, bestes Medikament, bestes Mittel für alle Kleinkind-Probleme. Und durch das Stillen kriegt mein Kind die Aufmerksamkeit und Nöhe, die sonst vielleicht manchmal zu kurz kommen würde im betriebsamen Alltag.
    Grüße J.

    • Danke liebe Juliane,
      ich weiss, was Du meinst. Die Momente und Phasen, in denen es nervt, hatten (haben) wir alle!
      GLG Daniela

  6. Hallo, ich habe meine Tochter 21 Monate lang gestillt, einfach, weil es von Anfang an gut und unkompliziert ging, immer viel Milch da war und ich auch nie Stillprobleme hatte. Meine Tochter hat bis zu einem Jahr fast nur Brust getrunken und dann langsam Interesse an fester Nahrung entwickelt, Brei hat sie auch vehement abgelehnt. Für uns als Familie war es immer praktisch, besonders unterwegs hatte ich ja immer Essen/Trinken dabei :-). Auch in Krankheitsphasen habe ich mich ruhig gefühlt, weil Stillen immer ging, auch wenn alles andere abgelehnt wurde. Letztendlich habe ich dann angefangen, nachts abzustillen, weil ich meinen Schlaf brauchte und dann tagsüber weiter reduziert. Zunächst habe ich mit heftiger Gegenwehr gerechnet, aber für meine Tochter war es dann auch ok und sie ist bis heute eine begeisterte Esserin. Ich habe aus meinem sog. Langzeitstillen kein großes Aufheben gemacht, aber was mich schon ab und an genervt hat, waren dann die Kommentare anderer Mütter bezüglich der Stilldauer.
    Rückblickend war es für meine Tochter und mich eine sehr schöne innige Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte.

  7. Meine wird im März 2 und stillt noch morgens, mittags, abends und nachts. Sie darf sich von selbst abstillen. Von meiner Seite aus werden diesbezüglich keine Interventionen erfolgen.
    Im übrigen arbeite ich wieder seit sie 8 Wochen alt war. Bis sie 8 Monate alt war hatte ich sie immer dabei. Seitdem bleibt sie je nach Schicht meines Mannes bei ihm daheim oder geht mit mir mit. Sie ist absolutes BLW-Kind, Brei gab es hier nie, ebensowenig Pre oder abgepumpte Mumi. Stillen ist also auch durchaus mit dem Arbeitsleben vereinbar. Man muss auf seine Rechte beharren die ja im Mutterschutzgesetz verankert sind und dann klappt das ganz wunderbar.

    • Danke für diesen Kommentar!
      Ich freue mich immer, wenn ich sowas höre, weil es leider nicht alle Frauen so geniessen können.
      Du hast völlig Recht, wenn an auf das beharrt, das einem zusteht, dann ist so viel möglich!
      Ich wünsche Euch noch eine schöne und entspannte Stillzeit!
      GLG Daniela

  8. Pingback: Wochenende in Bildern 28. und 29. Jänner | die kleine Botin

  9. Ich habe fünf Monate voll gestillt. Dann haben wir langsam mit Brei angefangen. Nach acht Monaten hat mein Sohn entschieden keine Milch mehr zu wollen. Ich wollte eigentlich länger stillen aber nun gut…
    Mal schauen wie es bei unserem kleinen Wunder wird welches wir im Juni erwarten. 🙂

  10. Wir haben 26 Monate gestillt und auch mein Sohn hat sich selbstständig abgestillt. Es war sehr ähnlich wie bei Dir, nur dass er das nächtliche stillen mit der Zeit von selbst reduziert hat und max. noch einmal wach wurde. Alles war gaaanz entspannt.
    Ich habe weitergestillt, obwohl ich Vollzeit arbeiten musste als mein Sohn 15 Monate alt war. Dann wurde eben dann gestillt wenn wir zusammen waren. Ich habe gelernt, dass weder Zähne, Kita oder Arbeit ein Grund sind abzustillen. Wir hatten eine wunderschöne Stillzeit (viel länger als jemals gedacht), die ich niemals missen möchte. <3

  11. Meine Tochter ist nun 27 Monate und wir sind auch noch fleißig am Stillen. Wie vermutlich viele hatte ich nie vor so lange zu stillen, es hat sich so ergeben und ist für uns der richtige Weg. Das Einzige, was mich etwas stört, dass meine Kleine nur bei mir einschläft. Außer in der Kita und im Kinderwagen, da geht es auch ohne mich. Es wäre für meinen Mann und mich aber schon schön, wenn sie mal bei ihm einschläft. Bisher haben wir aber immer den einfachen Weg gewählt und so bleibt erstmal alles wird es ist. 😉
    Das nächtliche Stillen werde ich eventuell mal in Angriff nehmen, aber ich komme erstaunlich gut mit den Unterbrechungen klar. Daher war ich in der Hinsicht bisher auch eher faul. An manchen Tagen denke ich, nun reicht es mir, aber das ist am nächsten Tag schon wieder vergessen…
    Blöd ist nur, dass ich meine Tage immer noch nicht bekommen habe und wir gerne bald ein weiteres Kind hätten.

    • Schön, dass Du ihr schon so lange Zeit gegeben hast.
      Ich bin sicher, wenn es für Dich / Euch als Familie wichtig und notwendig wird abzustillen, dann könnt Ihr da einen guten gemeinsamen Weg finden!
      Danke, dass Du Deine Gedanken hier teilst!
      GLG Daniela

    • Liebe Anne, das hätten genau meine Worte sein können! 🙂 Mein kleiner ist zwar erst 17 Monate aber da ist auch kein Ende in Sicht! Ich bin auch hin und wieder genervt aber wenn er dann so herzzerreißend weint kann ich nicht nein sagen…und es ist einfach auch zu schön! Er kuschelt so ungern am Tag und das ist immer unser Moment.ruhe am Tag zu dem ganzen Trubel drum herum! Manchmal denkt man ja man ist allein auf der Welt! Vielen Dank für den tollen Post Daniela! Das gibt mir Kraft!
      Hier klappt es auch mit Papa ganz gut wenn ich arbeiten bin abends aber das ist auch phasen abhängig Mal besser Mal schlechter aber es geht. Liebe Grüße​an alle! Ihr seid toll!

  12. Hier der ganz andere Fall: Das Baby hat sich mit 4 Monaten abgestillt, an seiner Entscheidung konnten auch mehrere Stillberatungen nichts ändern. Kannte vorher keine Flasche und auch sonst nichts, das das Verhalten erklären konnte. Jetzt wird eben abgepumpt, es hilft ja nix 😉 Es gibt unzählige Wege des Stillens und Abstillens habe ich nun gelernt und alle sind in Ordnung.

    Liebste Grüße
    Janna

    • Liebe Janna!
      Danke für diesen Kommentar!
      Ja, habe ich auch schon öfter sowas erzählt bekommen! Ich finde es toll, dass Du trotzdem abpumpst und nicht einfach Formula gibst. Aber wie Du schon sagst, wenn das kleine Menschlein entscheidet, dann kann das auch „so“ kommen….
      Alles Gute und eine wunderbare Babyzeit!
      GLG Daniela

  13. Dana Tigru

    Hallo, ich hab die große eine Jahr gestillt – aufgrund der Ausbildung bekam sie danach die Flasche,
    den Sohnemann hab ich 2 ,5Jahre gestillt – das abstillen war sehr, sehr emotional und schwer und ohne meinen Mann, der hier sehr streng war, glaube ich hätte ich es nicht durchgestanden, aber es musste sein den unser Sohnemann war so eifersüchtig auf seine Schwester, klebte nur an mir wollte immer trinken wenn sie kuscheln und zeit mit mir haben wollte ….. wir haben es lange probiert …..
    unser 3. wurde knapp 3 Jahre gestillt teilweise auch bis zum Schluß noch vollgestillt, aufgrund seines sehr schlechten Essverhaltens, er verweigerte so gut wie alles, wenn er abundzu kostete war die freude riesig.
    Wir haben es so genossen, diese gemeinsame Zeit, die eine so intensive Zeit ist – bis mich ein MagenDarmVirus so arg erwischte ….. von einem Tag auf den anderen war stillen kein Thema mehr für ihn ….. ich hatte trotz des abrupten Abstillen keinen Milchstau oder sonstiges – es wahr wohl der richtige Zeitpunkt!
    Blöde Kommentare musste ich mir oft, besonders aber von der Familie anhören von:
    -du verwöhnst ihn – er will ja gar nicht mehr, das willst ja nur du – das ist ja nicht normal, das Kind hat Zähne und kann essen – ich sei so eine Glucke und könne nicht loslassen ……
    Ich hab mich nicht beirren lassen und JA ich hab ihn auch in der Öffentlichkeit noch so lange gestillt!

    Alles liebe Dana

    • Danke, liebe Dana!
      Wow, das klingt nach einer richtig aufwühlenden Zeit!
      Die liebe Familie hat auch bei mir manchmal (mehr oder weniger direkt) versucht zu intervenieren, aber man kann dennoch seinen Weg gehen, gell?
      GLG Daniela

  14. Ein toller Beitrag.
    Ich hab es leider nur auf 6 Wochen klägliche Stillversuche gebracht. Es klappt bei uns einfach nicht (ich weiß nicht ob ich pysiologisch nicht in der Lage war, aber die Psychische Komponente hat mich nach 6 Wochen dauerheulens dazu bewogen es sein zu lassen).

    Ich finde es toll, wenn man in der Lage ist, so etwas ohne Gezeter und mit Verständnis des Kindes „auszuschleichen“. Das haben wir auch bei unserer Maus mit dem alleine Einschlafen geschafft. Es war mir wichtig, dass sie alleine einschläft und wir mal wieder Elternzeit abends haben. Und ich bin darauf stolz, dass meine Tochter es ohne Weinen, Zwang und Gezeter gelernt hat.

    Aber gerade das Stillen und das Berufsleben erlauben es leider manchmal nicht es in Ruhe machen zu können.
    Ich habe es gerade wieder erlebt: eine gute Freundin und Kollegin ist aus der Elternzeit zurückgekehrt. Da ihr Zwerg Beikost ziemlich blöde findet, stand auch noch mehrfach stillen auf dem Speiseplan. Wobei tagsüber ohne ging. Jetzt sollte mal meinen, wunderbar, dann geht es doch. Nein, leider nicht. Wir sind in einem Chemie-Foschungsbetrieb tätig. Haben es regelmäßig mit Gefahrstoffen u.a. auch KMR (Krebserzeugened, mutagen, reprotoxisch) zu tun. Da greift nun der Arbeitsschutz „Stillende Mütter dürfen nicht mit Gefahrstoffen beschäftigt werden“. Also hat sie PC-Tätigkeiten zu gewiesen bekommen und wurde regelmäßig gefragt ob sie denn immer noch stille oder wann sie denn mal wieder richtig (!) arbeiten würde.
    Also hat sie es jetzt in der Hau-Ruck-Methode durchgezogen, Kind fertig mit der Welt, Mutti aber auch.
    Echt schade. Ich hätte es wahrscheinlich aber auch so gemacht, irgendwann erträgt man dieses blöde von der Seite angemacht werden (u.a. auch von unserer Chefin) nicht mehr

    • Danke für diese ehrlichen Worte. Ich habe Gänsehaut!
      Bei meiner ersten Stillzeit war es anfangs auch nicht ganz easy, psychisch und körperlich labiler.
      Wenn da schon ein älteres Kind hier gewesen wäre, bin ich nicht sicher, ob ich es „durchgehalten“ hätte.
      Aber hey, 6 Wochen sind nicht nichts, die wichtigen Inhaltsstoffe der ersten MuMi hat Dein Baby bekommen und wichtig ist, dass es DIR gut geht! („Geht es Mama gut, geht es allen gut!“)
      Das mit Deiner Kollegin klingt sehr traurig… aber das ist genau der Punkt, den ich am Ende des Beitrag auch beleuchten wollte. Es ist nicht in jedem Job einfach möglich, vor allem, wenn man recht früh wieder ins Arbeitsleben einsteigen will.
      Ihr seid tolle Mamas!
      GLG Daniela

  15. Ach danke, das kommt gerade recht. Meine ist 25 Monate alt und wir stillen noch abends, einmal nachts, manchmal morgens und am Wochenende manchmal vor dem Mittagsschlaf. Ich fühle mich eigentlich gut damit und es schränkt mich auch nicht ein. Wenn ich nicht da bin, kann der Papa sie problemlos ins Bett bringen. Aber unterwegs und in der Öffentlichkeit stille ich eigentlich nicht mehr, vertröste sie dann auf später, auf zuhause (und dann vergisst sie es nach kurzem Protest meistens bis zum Insbettgehen). Nicht, weil ich blöde Kommentare gehört hätte, sondern schon allein wegen der Angst vor Kommentaren und Blicken. Und irgendwie nagen da doch immer mal diese Gedanken: „Ist das nicht ein bisschen komisch?“, „Müsste sie nicht irgendwann aufhören?“, „Und wenn sie ’nie‘ aufhört? Ab wann ist es denn jetzt wirklich komisch, noch zu stillen?“ Eigentlich tut es mir jedes Mal leid, nein zu sagen.
    Tut jedenfalls einfach gut, zu lesen, dass andere auch so lange stillen und dass es sich eben auch zwischen zwei und drei von selbst, also vom Kind aus erledigen kann. Nach drei fände ich es dann vielleicht doch komisch. Oder? Wer weiß das schon, wird sich dann zeigen. Hattest du auch manchmal solche Gedanken oder hast du immer voller Selbstbewusstsein gestillt?

    • Danke für den Kommentar!
      Haha, ich habe auch manchmal darüber nachgedacht, wie lange sie wohl noch ihre „Busenmilch“ einfordern wird! Zeitweise haben mein Mann und ich gescherzt, ob ich in der Schule zur Pause hinfahren werde, um zu Stillen … LOL
      Ich kenne viele Mamas, bei denen es mit etwas über 2 oder 3 dann von selber ging. Ich denke das hat mit der Entwicklung des Kindes zu tun, meine Kleine sagt sehr oft „Ich bin kein Baby mehr!“ und ähnliches!
      Lass Dir nichts einreden, hör auf Dich und Dein Kind, dann wirds es ein schöner Abschluss einer tollen Zeit!
      GLG Daniela

  16. Kind 1 hat sich nach neun Monaten selbst abgestillt. Bei Kind zwei, war es ähnlich wie bei dir, nur länger. Von Anfang an war ersichtlich, dass es eine längere Stillzeit werden würde. 11Monate habe ich voll gestillt, Beikost leglicher Art war bis dato verpönt. Dann habe ich weiter gestillt bis er drei Jahre und ein Monat war. Das nächtliche Stillen habe ich aber so mit 2/2,5 Jahren beendet und zum Schluss war es nur noch Abends. Der richtige Moment hat sich für uns ergeben. Ich hatte eine akute Blinddarmentzündung und musste notoperiert werden. Da war dann nichts mehr mit stillen und es war für uns alle okay so?

    • Danke für den Kommentar!
      Das mit der OP war sicher nicht angenehm für Dich…
      GLG Daniela

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  18. Oh wow, super!!! So wünschen sich das wohl viele – Oliver hat sich ja auch mit 13 Monaten quasi selbst abgestillt und es nie wieder gewünscht…ich bin ja mal gespannt, wie es bei Helena wird. Momentan sind wir in der „am Busen einschlafen und quasi dauernuckeln“ Phase und die Schlafphasen waren noch nie länger als 2h am Stück… aber sind ja erst 6 Monate und sie fängt gerade erst mit der Beikost an, also ich bin gespannt wie es weitergeht… lg Ulli

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  25. Danke für Deine Berichte und Erfahrung und den Tipp über Instagram. Ich werde Maxi jetzt nach 22 Monaten komplett abstillen, da sie sowieso seit Monaten nur abends zum Einschlafen und nachts stillt. Ich bin wirklich gespannt wie es funktioniert, da sie doch sehr dickköpfig ist und als ehemaliges Schreibabay immer noch viel und gerne weint. Aber für mich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen und ich denke nicht, dass sie sich so schnell von alleine abstillen würde. Bei meinem Sohn war das Abstillen ganz einfach, er hat sich mit über 17 Monaten von alleine abgestillt, allerdings war ich da mit Maxi auch schon im 6. Monat schwanger. Also, drück mir die Daumen, dass es auch nicht so schlimm wird, weder für Maxi noch für mich. LG Verena

  26. Hallo zusammen….
    Ich hab meine Große fast vier Jahre gestillt…. es war eine ganz wundervolle und innige Zeit die ich nicht missen möchte…. Sogar noch in der 2. Schwangerschaft habe ich meine Tochter gestillt aber dann meinte sie das ihre kleine Schwester die Milch ja eher bräuchte wie sie und hat von heut auf morgen damit aufgehört. Erst als die kleine da war wollte sie auch nochmal ihre Milch trinken…. “ die schmeckt aber ganz anders Mama…. die mag ich nicht mehr“ achjaaaa so schnell geht es dann…. und die kleine ist eine Raupe Nimmersatt…. Ich bin gespannt wie lange unsere Stillzeit dauert…. und geniesse jeden Moment.
    Liebe Grüsse
    Nadine

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