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zero waste | Eine utopische Wunschvorstellung?

Affiliate Link im Text.

zero waste?

Verpackung einsparen und damit Müll vermeiden geht meist nicht so leicht, wie man es sich vorstellt. Mir fällt es zumindest oft schwer. Wenn der Alltag stressig ist und alle irgendwie schnell versorgt werden müssen. Schnell ist hier der genau verkehrte Ansatz, habe ich festgestellt.

Dort, wo es nämlich schnell geht, im Supermarkt bzw. im Diskonter ist alles verpackt, im schlechtesten Fall zwei oder drei Mal. Wer schon mal mit Kind(ern) einkaufen war, weiss wie sehr ein „ich hole schnell die Zutaten für das Abendessen“ ausufern kann. Alle sind hungrig, jeder will etwas anderes und die tollsten, in Plastik gepressten Süßigkeiten sorgen für Extra-Konflikte während man endlich an der Kassa angestellt ist. PUUUUUH.

Vorbereiten und planen.

Ich habe nun immer schon ein paar leere Stoffsackerl im Auto, damit ich wenigstens nicht noch extra eine Tasche dazu kaufen muss. Aber ist das wirklich alles?

Back to Basic.

In Wien, Innsbruck und Graz gibt es seit einiger Zeit Greissler bzw. kleine Läden, in denen man verpackungsfrei einkaufen kann. Ich habe mir „das Gramm“ und „Lunzers Maßgreisslerei“ angesehen. Weitere verpackungsfreie Einkaufsmärkte sind „der Greißler“ in Wien und „Liebe und Lose“ in Innsbruck.

Ohne.

Das Konzept ist recht ähnlich: regionale und Bio-Lebensmittel ohne extra Verpackung einkaufen. Man kann dazu einfach eigene Gebinde mitbringen, in die dann Mehl, Getreide, Zucker, Essig, Öl oder Kaffee einfüllt und verpackt werden oder man bekommt Mehrweg-Gläser und -flaschen direkt in den Läden zu kaufen.

Im angeschlossenen Bistro gibt es mittags ein Menu, hausgemachte Kuchen und fairen Kaffee. Geöffnet sind beide Lädchen Montag bis Samstag.

Graz.

Im „das Gramm“, nahe der Fußgängerzone in der Grazer Altstadt habe ich einen sehr guten Iced-Coffee getrunken, serviert mit ECHTEM Strohhalm, genau richtig bei über 30 Grad im Schatten. Das Gramm hat einen schönen und aufgeräumten Innenbereich. Es ist nicht viel Platz, aber man findet von Mehl über Getreide bis zu Bio-Obst und Gemüse alles, was man täglich braucht. Auch Leergebinde und nachhaltige Trinkflaschen sind im Angebot.

Der Bistro-Bereich ist klein, aber der Gastgarten bietet einen schönen Platz im Grazer Getümmel.

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Wien.

In „Lunzers Maß-Greißlerei“ im 2. Bezirk in Wien war ich auf ein Mittagessen, das Rote Rüben Curry mit Kokosreis war exotisch, leicht und sehr gut. Auch hier kann man nett drin wie draussen sitzen und sich vom Einkauf ausruhen.

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Getreide, Mehl, Zucker, Wurstwaren, Brot, Gemüse, Obst, Konserven, Kaffee, Essig, Öl, Milch- und Milchprodukte, Eier,…. In Lunzers Maß-Greißlerei gibt es daneben auch eine feine Auswahl an Wasch- und Hygiene-Artikel, wie Wasch- und Haarseifen, Holzzahnbürsten und Zahn-Tabs, die lose gekauft und statt herkömmlicher Zahnpasta verwendet werden können.

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Wie damals.

Diese neue (alte) Art des Einkaufens ist interessant und bestimmt zukunftsträchtig, wenn auch gewöhnungsbedürftig. So muss der Einkauf besser überlegt werden, was ganz klar ein sehr positiver Aspekt ist. Unterm Strich hilft diese Planung beim Sparen und Affekt-Einkäufe können vermieden werden. Ein Wochen-Plan, was gekocht werden soll ist sicher hilfreich. Man muss ja genügend Gläser und andere Behälter mitnehmen. Hier gibt es einen hübschen Plan zum Ausdrucken und hier viele Koch-Ideen nach Saisonkalender.

Leider ist die Freude über die neuen Mini-Märkte nicht ganz ungetrübt, die Linzer Unternehmung „Holis“ hat bereits wieder zugesperrt.

Für mich ist es auf alle Fälle ein guter Ansatz und bringt mich zum Nachdenken! Zumindest der Einkauf am Wochenmarkt oder die oft wiederverwendbaren Einkaufssackerl sind ein täglicher Anfang, der im Alltag gut umsetzbar ist. Frisch aufgeschnittene Wurst- und Käse-Einkäufe kann man auch im Supermarkt meist im eigenen Behälter einpacken lassen. Bei den Snack- und Jausenboxen und unseren Trinkflaschen
haben wir nach und nach von Plastik auf Edelstahl und Glas umgestellt und sind bisher sehr zufrieden.

Wie geht es Euch dabei?

Wo kauft Ihr gern? Bioladen? Supermarkt? Oder seid Ihr in der glücklichen Lage am Land einen Bauernhof persönlich zu kennen?

 

8 Kommentare

  1. Sehr schöner Artikel und genau mein Geschmack ❤. Ich versuche ja immer alles wieder zu verwerten und möglichst wenig Müll zu erzeugen. Aber es sind immer noch gefühlte Berge. Meist stoße ich auf 2 Probleme: das erste Hauptproblem ist die Zeit. Um Müll zu reduzieren und zb bei dem wirklich tollen Greißler im 2ten regelmäßig einzukaufen bräuchte ich im Alltag viel mehr Zeit. Der Discounter ist bei mir genau gegenüber…da mach ichs mir im Alltagsstress oft gemütlicher. Der zweite Punkt ist das Geld: ich arbeite mit den Kindern nicht Vollzeit, da muss ich doch zumindest ein wenig auch darauf achten… . aber: ich denke wenn jeder versucht sein best mögliches zu geben und so viel Müll wie moglich zu reduzieren ist unsere Welt sch9n ein Stück weiter… :*

  2. Herrlich! Auf Deiner Startseite kommt heute eines dieser schönen zero waste- Bilder neben dem ‚Platik-pur‘- Bild vom Schulanfang zur Anzeige!
    Tja, das ist Leben! 😉
    Übrigens, als ich ein Kind war gabs bei uns am Land noch nichtmal eine Müllabfuhr. Alles kompostierbare kam auf den Kompost, alles Brennbare in den Ofen, Glasgebinde wurden zurückgegeben und Nylonsackerl zur Wiederverwendung aufbewart.
    Doch irgendwann kam Plastik! ;-(
    Hier noch ein kleiner Text von mir zum Thema zero waste:

    https://www.fischundfleisch.com/liebling/bk-kern-und-die-muellabfuhr-25135

    Liebe Grüße!

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