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Was ich meinen Töchtern mit auf den Weg geben will

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Das Leben als Frau ist auch jetzt im Jahr 2016 noch nicht – sagen wir – unkompliziert.  Das Leben als Frau war auch in den Generationen davor oft schwierig und wird bestimmt auch für unsere Töchter mit Herausforderungen aufwarten. Wie sich diese genau zeigen werden, wissen wir nicht.

Als Mutter von Töchtern wird das eigene Leben noch spannender, man ist nicht „nur“ Mutter, sondern prägt ein Rollenbild. Bewußt und unbewußt durch das tägliche Verhalten, die eigenen Gefühle und Haltung und sein Tun.

Ich.

Ich bin: zuversichtlich, zielstrebig, detailverliebt, hilfsbereit. Eine Macherin. Ich bin selbständig, war davor immer im Team integriert mit vielen eigenen Ideen. Erfolgreich, kreativ und eben oft ein wenig perfektionistisch.

Alltag, Arbeit, schreiben, Blog, kreative Ideen, … Alltag, der Freude bereitet und mit Liebe und Leidenschaft gemacht wird, Erfolg, den man sich selber zuschreiben kann. An sich selber glauben, etwas wagen, eigene Ideen wachsen lassen.

Für mich ergeben sich daraus Leitsätze, die ich meinen Töchtern gern mitgeben will:

  • Es ist okay Hilfe anzunehmen.
  • Sich selber alles zutrauen / alles versuchen.
  • Respektiere Dich selbst und Deine Gefühle.
  • Respektiere, dass Du andere Menschen nicht ändern kannst.
  • Sei Du selbst.

Versöhne Dich mit Deiner eigenen Mutter.

Viele von uns haben es selber verspürt, wie es ist, wenn Liebe an Bedingungen oder gar an Leistung geknüpft ist. Das ist prägend und begleitet das ganze Leben. Besonders in Konfliktsituationen sind wir extrem gefordert, alles zu tun, um unseren Kindern (Töchtern) das Gefühl zu geben, bedingungslos geliebt zu werden. Mit all ihren Eigenarten und Wesenszügen und dem, was sie als Mensch aus macht.

Wir sollten uns angewöhnen, uns selbst eine ganz konkrete Frage zu stellen: „Wenn das, was ich gerdade zu meinem Kind gesagt habe, zu mir gesagt worden wäre, würde ich mich dann bedingungslos geliebt fühlen?“

– ALFIE KOHN, Liebe und Eigenständigkeit

Diese „einfache“ Übung kann viel Umdenken und dementsprechend andere Reakionen von uns bringen, wenn die Situation anspruchsvoll ist.

„Dass sie alles hinterfragt, finde ich super!“

Besonders schön fand ich auch ein Gespräch dazu mit einer lieben Freundin. Sie ist selber Mutter einer 6 Jahre alten Tochter und hat eine Schwester. Ich habe ihr die Frage gestellt, was sie Elisa mit auf den Weg geben möchte. Ihre Antwort: „Dass sie mit viel Interesse an die Dinge herangeht. Alles hinterfragt. Das finde ich super. Auch wenn es für Mama und Papa manchmal ganz schön anstrengend sein kann J.

Dass sie immer zu uns kommen kann, wenn sie Sorgen hat. Sehr herzig jetzt schon, wenn sie vorm Einschlafen drauf losplappert, was im Kindergarten los war und was sie genervt hat. Könnte aber auch eine neue Taktik sein, um das Schlafengehen zu verzögern J.
Dass sie sich an Kleinigkeiten erfreut. Das ist mir sehr wichtig. Gerade in unserer materialistischen Gesellschaft fände ich es schön, wenn in unserem Bewusstsein wieder weniger mehr wird. Glücksmomente in der Natur, gemeinsam kochen, Selbstgebasteltes schenken. Wenn wir dann spazieren gehen und sie plötzlich auf einem Hügel die Arme ausbreitet und schreit: „Mama, schau wie schön!“, dann weiß ich, ich habe was richtig gemacht J.“ Susanne, Mama von Elisa (6 Jahre)

Du bist genug.

Wir sind alle nicht perfekt und das müssen wir akzeptieren. Und weitergeben. Und unser Leben leben und geniessen!

Das gilt im Übrigen auch für unseren Körper. Welches Körperbild wir selber haben und was wir davon an unsere Kinder weitergeben, kannst Du hier nachlesen.

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1 Kommentare

  1. Ich finde den Artikel ganz toll.
    Vor 15 Wochen bin ich selbst Mutter einer kleinen Tochter geworden und schon da fängt die Frage an. Was möchte ich ihr mit auf ihren Weg geben.
    Die Leitsätze spiegeln auch meine Einstellung zum Leben wider und dies möchte ich auch weitergeben.
    Auch die Gabe, die Welt und das Leben wieder mit Achtsamkeit zu begegnen und viele kleine Dinge als ganz gross und wundervoll zu betrachten. Das macht das Leben aus und macht es so lebenswert oder das kleine Lächeln, dass man einem anderen Menschen schenkt und dann beobachtet, wie sich das Gesicht des anderen erhellt. Ich beobachte es ganz oft wenn ich nun die Zeit mit Spaziergängen verbringe und nicht wie zuvor gehetzt von Termin zu Termin eile und schaue, wie ich die Fristen im Büro erledige. Es ist so eine Bereicherung, die Welt nun auch wieder durch den Schatz eines Kindes anders zu erleben und dies auch als Aufgabe anzusehen, es mit auf den Kinderweg zu geben.

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