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„Mama und Papa, bitte bleibt da!“ | Nähe hilft heilen. Ronald McDonald Kinderhilfehaus

„Ich will nicht allein sein!“

Wie schrecklich es ist, wenn eines unserer Kinder erkrankt, wenn wir „nur“ wegen einer Mittelohrentzündung, eines Pseudokrupp-Anfalls oder eines verstauchten Knöchels mitten in der Nacht die nächste Ambulanz aufsuchen. Diese Momente der Sorge sind nicht endenwollend, es ist so grausam, das eigene Kind mit starken Schmerzen sehen zu müssen….. Das Wichtigste fürs Kind (neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung durch den Arzt) ist während dieser bangen Minuten sicher die Anwesenheit der Eltern. Zumindest Mama oder Papa, am besten sicher beide Elternteile, sollten da sein; sie sind der einzige Halt und geben Sicherheit und Vertrauen.

Wenn das schlimmste Szenario eintritt und ein Kind lebensbedrohlich krank wird, trifft das umso mehr zu. Genau hier kommt das Ronald McDonald Kinderhilfehaus ins Spiel, vor allem für Familien, die oft hunderte Kilometer von einer Spezial-Kinderklinik entfernt wohnen.

Kinderhilfehaus Wien

Ich war mit der „ganz kleinen Botin“ in Wien in der Kinderspitalgasse vor Ort in einem der vier Häuser Österreichs. Direkt gegenüber vom St. Anna Kinderspital, einer der renommiertesten Kinderkliniken europaweit, finden bis zu 13 Familien gleichzeitig Platz. Platz um für das kranke Kind da zu sein. So gut wie rund um die Uhr. Leider ist es im Rahmen der Behandlungen im St. Anna nicht gestattet im Krankenhaus zu nächtigen und der abendliche Abschied fällt schon sehr schwer. Hierzu gibt es eine rührende Besonderheit des Kinderhilfehauses, die mir Hausleiter Max schildert: vom oberen Dachfenster aus sieht man direkt auf die Terrasse des Kinderspitals, hier winken die kleinen Patienten ihren Eltern oft zu und wissen so, dass sie in der Nähe sind. Ich habe Tränen in den Augen und Gänsehaut zieht auf….

So viel Alltag wie irgendwie möglich

Wir haben uns wohl gefühlt, bei Max und seinen Kolleginnen, wurden herzlichst empfangen und haben auf der Terrasse geplaudert und uns die Küchen und Wohneinheiten angesehen.

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Es sind einfache, aber freundliche Zimmer, neuwertige Küchen und zwei gemütlich ausgestattete Spiel- und Gemeinschaftsräume mit Couch, Spielsachen und Wutzeltisch.

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Hier wird „Gemütlichkeit“ und so viel Alltag wie irgendwie möglich auch für die gesunden Mitglieder der Familie geboten, onkologische Behandlungen dauern oft Monate oder Jahre. Während dieser Zeit können alle zumindest zeitweise Kraft tanken, mit anderen Betroffenen sprechen und diverse Freizeitgestaltungen in Anspruch nehmen. Besonders beliebt ist das gemeinsame Kochen, hier wird dann auch erzählt und man gibt sich gegenseitig Mut und Stütze.

Nähe hilft heilen

Erwiesenermassen können die Kinder auch früher vom Spital entlassen werden, wenn die Versorgung in unmittelbarer Nähe gewährleistet ist: tagesklinische Behandlungen werden im Krankenhaus gemacht, dann darf der junge Patient „nach Hause“ ins Kinderhilfehaus. So kann wenigstens etwas wie Normalität einkehren.

Österreichweit gibt es vier Häuser, es können bis zu 900 Familien pro Jahr aufgenommen werden. In Wien wird gerade eine zweite Unterkunft gleich neben dem AKH gebaut, entsprechend allen Anforderungen, zwei weitere neue Ronald McDonald Kinderhilfehäuser folgen in Salzburg und in Innsbruck in den nächsten Jahren. Das Haus in Graz wurde erst 2014 fertiggestellt.

Hilf mit!

Diese Hilfe braucht Geld und dafür braucht es Dich! Spenden sind die Haupteinnahmequelle mit denen die Fix- und Erhaltungskosten der Kinderhilfehäuser bestritten werden und dieses Geld kommt zu einem großen Teil aus den Spenden-Häuschen am McDonalds-Schalter! Wenn Du zusätzlich Gutes tun willst, kannst Du das direkt machen… (ich rechne mal ganz optimistisch: wenn jede meiner Leserinnen nur 1€ spendet, dann hätten wir 10.000€ beisammen ….)

 

→     Besonders einfach geht es über die „die kleine Botin – bloggen hilft“ Aktion!   

 

Ich bin dankbar und froh, als ich das Kinderhilfehaus gemeinsam mit meiner Tochter wieder verlasse und möchte meinen Blog und das Netzwerk rundherum dazu benutzen zu helfen!

Photocredit: Kinderhilfehaus, die kleine botin

 

1 Kommentare

  1. Beita sagt

    Done!
    Schön, dass es solche Angebote gibt für die Familien die nicht neben einem Krankenhaus wohnen!

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