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Gastartikel: Wiedereinstieg: Kein Stein blieb auf dem Anderen

Mir war immer schon klar, dass ich mal Kinder haben will.

Und es war auch klar, dass ich ganz vieles anders machen will als meine Eltern. Zum Beispiel möglichst lange bei meinen Kindern zu Hause zu bleiben, damit wir unsere Bindung tragfähig aufbauen können. Oder auch, dass ich mir Hilfe hole, wenn ich selbst anstehe.

Meinem Mann sei Dank, dass das bei uns wirtschaftlich möglich war und so blieb ich in Summe 6 Jahre bei den Kids. Nachdem die erste Karenz nach meinem Erstgeborenen vorbei war, wollte ich beruflich auch wieder Fuß fassen – zumindest in Teilzeit.

Working mother among child's toys at home

Photocredit: fotolia

Allerdings musste ich nicht lange überlegen – in den alten Beruf als Sachbearbeiterin in einem Tourismusunternehmen wollte ich nicht mehr zurück. Dafür gab es ausreichend Gründe:

  • familienunfreundliche Arbeitszeiten
  • wenig Perspektiven für Teilzeit-Mitarbeiterinnen
  • keine Entwicklungsmöglichkeiten
  • Langeweile
  • schwindende Sinnhaftigkeit in der Aufgabe
  • schlechtes Arbeitsklima
  • schwierige Erreichbarkeit, da das Büro umsiedelte

Außerdem hat sich mit der Ankunft des Erstgeborenen mein Weltbild ganz schön verändert!

Ich wusste, ich brauche etwas ganz anderes als bisher und hatte sogar eine vage Idee, was das sein könnte. Mit der Unterstützung des AMS bekam ich die Möglichkeit, eine Weiterbildung beim Wifi Wien zu machen. So absolvierte ich eine Ausbildung zur Medizinischen Verwaltungskraft, konnte ein Praktikum absolvieren und ergatterte sogar ein Jobangebot – wenn auch nur befristet – das ich freudestrahlend annahm.

Nachdem mein zweites Kind zur Welt kam, fingen die Überlegungen von neuem an. Denn als Medizinische Verwaltungskraft fand ich keine geeignete Stelle. Und mit irgendeinem x-beliebigem Teilzeitjob wollte ich mich nicht einfach abgeben!!

Mit meinem persönlichen Berater beim AMS erörterte ich die weiteren beruflichen Möglichkeiten und es bestätigte sich, dass Personalverrechnung und Buchhaltung was für mich sein könnten!

Doch dafür hatte ich keine Ausbildung, zumindest nicht ausreichende Kenntnisse um ernsthafte Chancen beim Bewerben zu haben. Nun war ich wild entschlossen! Ich machte die Ausbildung, kniete mich richtig rein. Es hat mich wirklich interessiert, hat sogar Spaß gemacht und die besondere Erfahrung dabei war: meine Kids waren angetan davon, dass die Mami auch Hausaufgaben hat und für ihre Erfolge lernen muss. Und das war eine großartige Lektion für das weitere Leben und hat trotz aller Zweifel besser funktioniert als ich mir je gedacht hätte.

Ich habe die Ausbildung tatsächlich mit gutem Erfolg abgeschlossen und war mächtig stolz darauf. Jetzt also nix wie ran ans Bewerben. Da musste ich mir eingestehen, dass ich mich vor 15 Jahren zuletzt beworben hatte und keinen Plan hatte, wie ich mich als frisch gebackene Buchhalterin ohne Erfahrung aber fast 40 am besten präsentieren sollte.

Es war ein großes Glück für mich, dass ich die Empfehlung bekam, mich einem Bewerbungs-Profi anzuvertrauen, denn ich wollte jetzt nichts dem Zufall überlassen. Über www.jobcoachaustria.at fand ich tolle Unterstützung!

Die Profis von JobcoachAustria arbeiteten mit mir erst an einer klaren Positionierung für Unternehmen und erstellten dann für damit für mich fix-fertige Bewerbungsunterlagen! Ich hatte selbst keine Arbeit mehr damit… und vor allem: ich hatte das schöne Gefühl, das es mit diesen Bewerbungsunterlagen klappen könnte! Dann konsumierte ich noch einige Stunden Einzelcoaching bei Linda Syllaba, einer JobcoachAustria-Beraterin. Alles, was ich dort übers Bewerben und vor allem über mich gelernt habe, war extrem wichtig auf dem Weg zum Traumjob.

Ausgestattet mit einem Lebenslauf, der mich treffend darstellt, einer Strategie, die auf meine Situation maßgeschneidert war und frohen Mutes startete ich meine Bewerbungen.

Ich will ja nicht angeben, aber de facto habe ich zwei Bewerbungen abgeschickt, beide Firmen luden mich ein und ich hab mir den Job geschnappt, den ich wollte!

Klingt zu schön um wahr zu sein?

Find ich auch. Aber ich schwöre – so war’s!

Also ich kann nur jedem raten, gut zu klären, was man wirklich will und dann durchzustarten. Die Ausbildung, das Bewerbungsgespräch und den Job musst du natürlich selber machen.

Aber die professionellen Unterstützung beim Planen, Erstellen von Lebenslauf und Bewerbungsschreiben, beim Vorbereiten und Durchspielen der heiklen Fragen, bei strategischen Entscheidungen, … da ist ein professioneller Karrierecoach einfach Gold wert! Etwas Glück gehört natürlich auch dazu.

Jetzt bin ich Mama eines 14 jährigen und einer 10jährigen, arbeite 25 Std. in meinem Traumjob in einem Klasse Unternehmern und es läuft echt gut. Klar, irgendwas ist immer mit den Kids oder sonst was daheim. Doch das ist so und wird immer so sein – und ich freue mich fast täglich über meine neue Arbeit! Ich finds gut so!

Sandra W. (Name geändert)

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von jobcoachaustria.at

 

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