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Reisetagebuch: 2,5 Tage Berlin allein mit Kleinkind

 

FREITAG: der Abend vor der Abreise. Packtag. Die Schwierigkeit besteht darin, so zu packen, dass ich das Gepäck samt Kind und Buggy allein gut transportieren kann: also habe ich beschlossen, das erste Mal mit Rucksack zu verreisen! Leider spielt das „Frühlingswetter“ nicht ganz so, wie ich es gerne hätte: das heisst *Fusssack *Regenschutz und *Winterjacke müssen auch noch reingequetscht werden. Also alles was wir bis zur Ankunft nicht brauchen in den Rucksack, die kleinen Dinge in die Handtasche.

Flug: Ich habe bereits im Vorfeld online eingecheckt, um die Warterei am Schalter zu ersparen, somit reicht es 1 Stunde vor Abflug da zu sein. Spezialinfo: Falls das Kind, so wie in unserem Fall den Nachnamen des nichtmitfliegenden Papas trägt, bitte nehmt eine schriftliche Einverstädnis-Erklärung mit – ich musste deshalb in Berlin ca. 15 Minuten diskutieren und dann mit dem MuKiPass „beweisen“, dass ich die Mutter bin!!

ready for takeoff die kleine botin

 

Der Flug an sich war problemlos, weil auch sehr kurz, wir bekamen auch ein kleines Malbuch und Buntstifte. Ich hatte ausserdem noch als kleinen Proviant Fruchtschnitten mit, das verkürzt schon gut 🙂

Hotel: Ich habe mich für ein Hotel der „Meiniger Hotels“ entschieden, Standort Berlin Hbf. Die Entscheidung war sehr gut, die Lage des Hotels perfekt – am Hauptbahnhoft haben viele Geschäfte auch am Sonntag offen, es gibt eine grosse Auswahl an Gastro. Das Zimmer war winzig, aber für uns ausreichend und wir haben ohne Aufpreis ein Babybett bekommen! Wir haben ohne Frühstück genächtigt, weil wir beide keine frühen Esser sind – das Buffet sah aber sehr reichhaltig und gut aus.

Öffis: mit einem 48h-S-und-U-Bahn-Ticket sind wir fast durchgekommen, mit diesen beiden Verkehrsmittel waren auch alle Punkte super erreichbar.

SAMSTAG: Ankunft um 14.00 und Check-In im Hotel. Danach haben wir uns gleich auf den Weg in das erste Eltern-Kind-Café gemacht: „Knilchbar“, Krossenerstrasse 8, 10245 Berlin – in Friedrichshain – Mitten im bunten Viertel zwischen vielen Shops, Boutiquen und Restaurants findet man mit Kids einen entspannten Ort. Ein speziell gebautes Klettergerüst sorgt auch bei grösseren Kindern für Spass, am Boden gibt es einem Menge zu Spielen, Schaukeln und Hüpfen. Der Café-Bereich ist in drei Räume unterteilt, die auch für private (Geburtstags)Feiern gemietet werden kann. Gegessen haben wir Quiche und Kuchen, beides sehr gut!! Lederpatschen und Genähtes für Kinder stehen zum Verkauf.

Während dem etwas verspäteten Mittagspäuschen von Frl. Tochter im Buggy (vielen Dank an bambani.com) habe ich mir die EastSideGallery angesehen, die von Friedrichshain zu Fuß in ca. 20 Min. gut erreichbar ist. Der Spaziergang hat gut eine Stunde gedauert, dann gings mit aufregenden Zügen „heim“ Richtung Hauptbahnhof, wo wir das „Vapiano“ als unsere verlässliche Abendessen-Homebase auserkoren haben.

 

east side gallery berlin die kleine botin

 

SONNTAG: Wir haben bis ca. 9.00 geschlafen, uns dann einen typischen Latte Macchiato und ein Häferl warme Milch für den Brei bestellt und sind dann Richtung grosser Sehenswürdigkeiten aufgebrochen:

 

Brandenburger Tor Berlin die kleine botin

 

Brandenburger Tor, Holocaust Mahnmal, Potsdamer Platz / Leipziger Platz das konnten wir gut zu Fuß erkunden, die Sonne lachte! Danach zur Stärkung in ein Eltern-Kind-Café, etwas abseits gelegen in Berlin Kreuzberg: „Kreuzzwerg“, Hornstrasse 23, 10963 Berlin. Eines der nettesten und bemühtesten Cafés (der Online-Auftritt muss hier ausser Acht gelassen werden) – ist definitiv einen Abstecher wert. Sonntag gibts Brunch-Buffet, entsprechend viel ist los!! Wir haben sehr gut gegessen und noch besser gespielt, hierfür stehen drei Räume zur Verfügung, in einem ein steht grosses Bällebad, im 3. eine Rutsche. Es gibt ein eigenes Kinder-WC und auch für die Kleinsten Krabbeldecken und Kissen am Boden. Das Lokal ist extra nett und liebevoll eingerichtet und auch hier können genähte Stücke kleiner Labels erworben werden. Ein kleiner Vorgarten kann bei Schönwetter genutzt werden, das Café ist in einer ruhigen Seitengasse.

 

Eltern Kind Café Kreuzzwerg Berlin die kleine botin

 

Der Mittagsschlaf fand im Buggy statt, ich habe die Zeit für eine kurze Wanderung entlang des ehemaligen Mauerverlaufs genutzt, beginnend am Checkpoint Charlie. (Die Tour kommt von der App „Die Berliner Mauer“ für iOS- auch offline nutzbar.) Danach habe ich noch das Reichstagsgebäude und den Bundestag im Vorbeigehen besichtigt, für die gläserne Kuppel am Reichstag waren eindeutig zu viele Touristen angestellt… Weiter ging es via Hbf mit der S-Bahn auf den Alexanderplatz, hier steht uA der Fernsehturm. Von hier aus sind wir mit dem Bus ein Stück Richtung Friedrichshain gefahren und dann zu Fuss weiter Richtung Prenzlauer Berg, die sehr schöne Bötzowstrasse entlang. Hier gibt es eine schöne Wohngegend zu sehen, den grossen Volkpark Friedrichshain oder einen tollen Spielplatz direkt an der Bötzowstrasse. In der Bötzowstrasse 49, 10407 Berlin findet man gegenüber dem Arnswalder Platz ein riesiges Eltern-Kind-Café, das Café Ballon. Für meinen Geschmack schon etwas zu gross, es war (Sonntag NM) extrem viel los, sehr laut und recht teuer für das was man an Kuchen geboten bekommt. Wasser wird mit 1€ für ein KLEINES Glas extra berechnet! Sonst gibts dort alles was das Kinderherz begehrt, inklusive einem Helium-Ballon zum Mitnehmen. Müde endete der Tag wieder …. richtig: im Vapiano am Hbf und kurz darauf im Bett.

MONTAG: die Sonne hat uns früher geweckt, wir sind losgezogen Richtung Prenzlauer Berg, dieses Mal in die Gegend Kastanienallee / Eberswalder Strasse. Mit dem Vorsatz shoppen zu gehen… Zu Beginn sind wir in das Kinder-Café „Das Spielzimmer“, Schliemannstrasse 37, 10437 Berlin – das wunderbarste Café, von denen, die wir entdeckt und ausprobiert haben. Tolle Einrichtung, entspannte Atmosphäre, viele Spielmöglichkeiten und ein riesiges Klettergerüst, von dem ich Frl. Tochter nur mit einer frischen belgischen Waffel losreissen konnte…. Ich habe gut gefrühstückt und entspannt und müde (die Tochter) gings weiter! Während die Tochter im Buggy Mittagsruhe hielt, habe ich die Läden in den rundherumliegenden Gassen angesehen und vernünftigerweise nach dem 5. wieder abgebrochen….:D

 

Berlin Prenzlauer Berg die kleine botin

 

Hier gibts wirklich viele mittelpreisige, tolle Shops!! Den Abschluss-Latte Macchiato habe ich  im Café/Bar „103“ Kastanienallee 49, 10119 Berlin getrunken. Schön, stylisch, halbwegs kleinkindgerecht (Bank mit Aussicht auf die belebte Strasse.). Dann gings retour zum Hotel, Rucksack holen und ab zum Flughafen Berlin Tegel via Bus TXL.

Generell ist Berlin barrierefrei und die Menschen hilfsbereit. Einzig die Gehsteige sind eher eine wüste Ansammlung alter Pflastersteine, für kleine Babys ist ein gut gefederter Kinderwagen bzw. eine Tragehilfe ratsam.

Ich bin jetzt, wieder daheim, wahnsinnig froh und glücklich, dass ich dieses Abenteuer – allein mit Kleinkind – gewagt habe! ES WAR SO GENIAL!

Packliste / Checkliste zum Ausdrucken

best // worst:

worst – eindeutig die unklare Situation am Flughafen Berlin, wo sie mir fast absprechen wollten, dass ich wirklich die Mutter bin – und nicht eine Entführerin eines ruhig und lustig wirkenden Kleinkind…..nur weil wir nicht den selben Nachnamen haben.

best – der Brunch im „Das Spielzimmer“ – weil wir so ausgelassen im Klettergerüst getobt sind und man dort wirklich die Zeit vergessen kann.

Das war auch der wahre Grund der Reise, bzw. der Grund des gewählten Zeitpunktes: es sollte eine Auszeit von Alltag, Stress und Anspannung sein und auch wenn es nur 2,5 Tage waren, haben sie ausschliesslich im Moment stattgefunden – nur Frl. Tochter und ich, alles andere unwichtig. Danke an meine kleine Tochter: Du warst eine wundervolle Reisebegleitung! <3

 

berlin zu Fuss die kleine botin

 

  1. Hat deine Kleine auf dir im Flugzeug sitzen müssen? Und hast du einen Kindersitz mitgehabt? Ich würde auch so gerne fliegen, aber die Freundinnen, die ich kenne nehmen alle Kindersitze mit ins Flugzeug und ich kann nicht 3 Sitze und Gepäck und Wagerl transportieren…deshalb bleibe ich noch am Boden (abgesehen von den Kosten :().
    Lg aus Wien
    Lisi

    • Liebe Lisi,
      ich hatte meine Tochter auf dem Schoss, vor dem 2. Geburtstag brauchen die Kleinen keinen eigenen Sitz, man bekommt einen Zusatzgurt, mit dem das Baby auf dem eigenen Sitzgurt dazu-angeschnallt wird. – Sehr unkompliziert. (Bis zum 2. Geburtstag auch ohne Aufpreis, weil man ja nur einen Platz besetzt.) Wir hatten nur einen grossen Tramper-Rucksack, eine Handtasche und den Buggy, mit dem wir bis zum Flieger fahren konnten, der wurde dann vom Personal verstaut. Alles in allem auch allein zu schaffen, zu Zweit sicher völlig problemlos! Sicherheitshalber kannst Du eine Tragehilfe/-tuch mitnehmen, dann hast Du zwei freie Hände.
      Ganz liebe Grüße
      Daniela

  2. Liebe Daniele – DANKE DANKE DANKE!
    Das mach ich asap auch, aus x Gründen vielleicht sogar nur mit dem großen Kind!
    (Mit der kann ich auch schon in normale Cafés obwohl so ein Kletterding bei ihr dann wohl auch das Kind durchkommen lassen wird …Man ist ja soooooo unglaublich erwachsen mit ….fast 7!)
    Was mich aber wirklich besonders freut, ist, dass der Komori in Berlin war – YEAH!!!!
    Vielen Dank!
    lgd

    • Liebe Dolores, schön wenn Du Dich motiviert fühlst… freut mich 🙂
      GlG Daniela
      PS: auf den KOMORI wurden wir mehrmals von sehr stylishen Berlin-People angesprochen 😉 *we love it*

  3. Liebe Dani, dein Reisetagebuch war sehr nett zum Lesen, ich konnte mir so gut vorstellen wie schön es du und Emma hattet. Das du dann auch noch Eltern-Kind Cafe´s besucht hast, fand ich super, haben wir überhaupt soviele? in Korneuburg auf jeden Fall nicht.

    Freu mich dich bald wieder mal ohne Stress zu sehen, euer Urlaub scheint bis auf dem Flughafen super Stressfrei gewesen zu sein.

    Bussal aus dem „Glück“

    Flow

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