Allgemein gästezimmer

Beckenboden – Balance

GASTARTIKEL

Ein trainierter Beckenboden ist elastisch, kraftvoll und bildet die Basis für ein sicheres Körpergefühl. Es handelt sich um die Muskulatur, die unser Becken in mehreren Schichten von unten her abschließt.

Der Vergleich mit einem Trampolin bietet sich insofern an, als das der Beckenboden ebenfalls auf Belastung (Husten, Springen, Niesen…) optimalerweise „elastisch“ reagiert, das heißt er gibt nach – aber er hält, sodass wir weder Harn noch Stuhl verlieren und unsere Organe im kleinen Becken eine gute Position beibehalten.

Während der Schwangerschaft vollbringt diese Muskulatur eine wahre Meisterleistung. Zuerst trägt sie 9 Monate lang das Kind um sich dann bei der Geburt auch noch in einem schier unglaublichen Maße zu dehnen.

Ebenso wird ein ganz wichtiger „Mitspieler“ des Beckenbodens – die tiefste Schicht der Bauchmuskulatur (M. transversus abdominis) – während der Schwangerschaft so stark gedehnt, dass er nicht mehr wirklich optimal arbeiten kann. Dieser Mitspieler ist jedoch im Alltag ein ganz wesentlicher Stabilisator für unsere Wirbelsäule… Sein Job ist vergleichbar mit der Funktion eines zarten Sützmiders.

Jede Frau tut gut daran, sich nach der Geburt Unterstützung zu holen um ganz gezielt diese so wertvolle Muskulatur wieder aufzubauen und die eigenen Haltungsgewohnheiten im Alltag mit Ihrem Baby zu optimieren.

Ein Training in der Gruppe motiviert und macht Spaß – kann jedoch niemals eine Einzelsitzung bei einem/einer Physiotherapeuten/in ersetzen. Bei dieser wird genau getastet, gespürt und individuell erarbeitet, wie der Beckenboden und die tiefe Bauchmuskulatur zu aktivieren sind. Weiters liegt in einer Einzelsitzung viel mehr Augenmerk auf den ganz individuell unterschiedlichen Haltungsgewohnheiten.

Die Balance zwischen Gesäß-, Bauch-, Rücken- und Hüftmuskulatur und deren optimale Spannungsverhältnisse gewährleisten eine effektive Funktion des Beckenbodens. Nicht nur das Aktivieren auch das „Loslassen können“ machen die Kraft & Energie aus.

Weiters beeinflussen Atmung, Körperhaltung, Stresspegel, Ernährung, der Zustand Ihres Darms und Ihres Hormonhaushaltes ob Ihr Beckenboden seine Arbeit gut machen kann. Die richtige Atmung bildet sogar ein unverzichtbares Element im Training.

Besonders wertvoll ist das Erlernen von Übungen, die Sie in Ihrem ganz individuellen Alltag einbauen können um langfristig einen elastischen & kraftvollen Beckenboden zu haben. Die wenigsten jungen Mamis haben jeden Tag Zeit & Energie sich noch extra eine Stunde für das Training „abzuzwacken“. Viel besser ist es den ganzen Tag lang in unterschiedlichen Situationen immer wieder die eigene Haltung zu spüren, und gezielte Beckenbodenaktivitäten zu üben (z. B. wenn man gerade auf die U-Bahn wartet).

Imaginationen können die Übungen begleiten, denn Ihre Gedanken sind eine „Non-stop-Instruktion“ an Ihren Körper.

 

Außerdem stärken Sie mit dem Beckenboden-Balance-Training nicht nur die Muskeln, sondern auch Chakren, Organe, Freude und Libido… und Verbessern die Durchblutung.

(vgl. Erich Franklin, „Beckenbodenpower“)

Es gibt sogar Untersuchungen die gezeigt haben, dass die Anspannung des Pubococcygeus-Muskels (ein Muskel der innersten Beckenbodenschicht) eine physikalisch messbare Intensivierung der Gehirnaktivität und damit einhergehende Steigerung der Leistungsfähigkeit, Konzentration und Kreativität sowie der Fähigkeit zu vernetztem Denken bewirkt.

(vgl. Irene Lang-Reeves & Dr. med. Thomas Villinger in „Beckenboden – Das Training für mehr Energie“)

 

Becken-Boden-Balance hilft bei:

  • Inkontinenz
  • Nach einer Geburt
  • Schmerzen im unteren Rücken
  • Hüftbeschwerden
  • Wenn Sie beim Husten, Niesen, Springen, Laufen, Lachen… „Tröpfchen“ verlieren
  • Wenn Sie es bei dem Gefühl „zu müssen“ nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette schaffen.
  • Druckgefühlen im Bereich des Beckens nach längerem Stehen/Gehen
  • Verletzungen im Bereich des Beckenbodens

Termine und weitere Infos unter: www.nadinepetzel.at

Die Artikel der Rubrik „Gäste“ werden von GastredakteurInnen verfasst, die voll für deren Inhalt verantwortlich sind. In diesem Fall bin ich lediglich die Moderatorin und leite gerne diverse Kommentare und/oder Fragen an die jeweilige AutorIn weiter. Daniela.

 

 

 

Kommentar verfassen

Blogheim.at Logo